WM 2026: Erstes DFB-Treffen mit Red Bull! Klopp vor Bundestrainer-Job - BILD
Gespräche über Bundestrainer-Posten
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Red Bull haben sich in München getroffen, um über die Zukunft von Jürgen Klopp als möglichen Bundestrainer zu sprechen. An dem Treffen am Dienstag nahmen DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Vize Hans-Joachim Watzke und Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff teil. Die Gespräche konzentrierten sich auf mögliche Szenarien für die Freigabe von Klopp, der bei Red Bull noch bis 2029 als „Head of Global Soccer“ unter Vertrag steht.
Die Beteiligten streben eine Lösung an, die Klopp zeitnah zum Bundestrainer machen könnte. Mintzlaff wird die Details nun persönlich mit Klopp besprechen. Dafür reist der Red-Bull-Boss nach New York, wo er sich rund um das WM-Finale am Sonntag mit Klopp treffen wird. Klopp ist während des WM-Turniers als Experte für MagentaTV tätig und hat seinen letzten Einsatz beim Endspiel.
Einigung mit Klopp und Vertragsdetails
Bereits in der vergangenen Woche hatten sich Klopp, Watzke und Neuendorf im TWA-Hotel am New Yorker Flughafen John F. Kennedy getroffen. Dieses Gespräch dauerte über vier Stunden. Die Eckdaten einer möglichen Zusammenarbeit waren bereits vor diesem Gipfeltreffen grob abgestimmt worden. Nach Informationen soll Klopp einen Vertrag beim DFB bis nach der WM 2030 unterschreiben. Sein Gehalt soll minimal über dem seines Vorgängers Julian Nagelsmann liegen, der bis zu sieben Millionen Euro pro Jahr verdiente.
Der DFB und Klopp haben sich nach eigenen Angaben in wesentlichen Eckpunkten geeinigt und sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden können. Allerdings muss Klopps aktueller Arbeitgeber Red Bull der Vertragsauflösung noch zustimmen. Eine millionenschwere Abfindung möchte der DFB möglichst vermeiden. Es wurde diskutiert, ob Klopp möglicherweise als Markenbotschafter für Red Bull tätig bleiben könnte, um eine solche Ablöse zu umgehen.
Allerdings gab es widersprüchliche Berichte bezüglich einer Rolle als Markenbotschafter. Während eine Quelle von einer möglichen Zustimmung des DFB zu einer solchen Lösung sprach, berichteten andere Medien, dass eine Rolle als Markenbotschafter nie Teil der Überlegungen gewesen sei und Red Bull lediglich gelegentlich auf Klopps Expertise zurückgreifen wolle. In mehreren Landesverbänden des DFB gibt es zudem Bedenken gegen eine Doppelrolle von Jürgen Klopp als Bundestrainer und Markenbotschafter von Red Bull. Mehrere Präsidenten der 21 Verbände äußerten sich kritisch über eine mögliche „zu enge Verzahnung“ mit einem „aggressiven Player im Fußball“ und befürchteten Interessenskonflikte sowie die Frage nach Klopps Unabhängigkeit.
Hintergrund und weitere Entwicklungen
Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger äußerte sich ebenfalls kritisch zu einer möglichen Doppelfunktion. Er könne sich einen Bundestrainer mit „Brause-Cap“ auf der Bank „keinesfalls vorstellen“ und bezeichnete dies als „völliges No-Go“. Zwanziger warnte den DFB davor, zu viel Einfluss des Konzerns zuzulassen, da Red Bull „Macht gewinnen in den Sport hinein“ wolle. Er betonte, dass der Bundestrainer ein „Riesenamt“ sei und „nicht zwei Hüte tragen“ könne. Für Zwanziger ist klar: Wenn es Klopp wichtig sei, Bundestrainer zu werden, müsse er „alles andere sein lassen“.
Klopp war seit Januar 2025 für Red Bull tätig, nachdem er viele Jahre als Vereinstrainer gearbeitet hatte. Der Job des Nationaltrainers wäre Neuland für ihn. In seiner Karriere führte er den FSV Mainz 05 in die Bundesliga im Jahr 2004. Mit Borussia Dortmund wurde er zweimal deutscher Meister in den Jahren 2011 und 2012 sowie einmal DFB-Pokalsieger im Jahr 2012. Im Jahr 2015 wechselte er nach England zum FC Liverpool, den er im Jahr 2020 zum Meistertitel und im Jahr 2022 zum Pokalsieg führte. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Champions League im Jahr 2019.
Die deutsche Nationalmannschaft ist nach dem frühen Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale in der FIFA-Weltrangliste abgerutscht und belegt nun Platz zwölf. Trotz des frühen Ausscheidens bei der WM, bei dem keine Punkte abgezogen werden, überholten Mexiko und Kolumbien die DFB-Elf durch gute Ergebnisse. Die Weltrangliste wird unter anderem zur Einteilung von Nationalmannschaften in Lostöpfe für verschiedene Wettbewerbe verwendet. Zuletzt belegte Deutschland im Jahr 2018 den ersten Platz der Weltrangliste.
Die ersten vier Länderspiele in der kommenden Saison finden innerhalb von zehn Tagen zwischen dem 24. September und 4. Oktober statt. Diese umfassen die Partien der Nations League in den Niederlanden, zweimal gegen Griechenland und gegen Serbien.
Read Also
- WM 2026: Frankreich trifft im Halbfinale in Dallas auf Spanien
- Spanien besiegt Frankreich im WM-Halbfinale und zieht ins Endspiel ein
- Frankreich scheitert im WM-Halbfinale an Spanien: Deschamps hinterfragt Schiedsrichterleistung
- Deschamps äußert sich kritisch über Schiedsrichterleistung nach WM-Halbfinale
Source: bild.de