„Unangenehme“ Szene für WM-Schiri im Halbfinale
Kurioser Moment im Halbfinale
Im WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien kam es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall, als Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador Schwierigkeiten mit seinem Freistoß-Spray hatte. Der Vorfall ereignete sich in der achten Minute der Partie, nachdem Barton ein Foul für Spanien gepfiffen hatte.
Als der Unparteiische die Mauer mit dem Spray auf die korrekte Distanz bringen wollte, funktionierte die Dose nicht. Trotz mehrmaligem Drücken gab das Spray nichts ab. Barton reagierte zunächst ratlos, konnte sich aber ein kurzes Lachen nicht verkneifen. Ein Assistent eilte daraufhin auf das Spielfeld, um ihm eine neue Spraydose zu reichen.
Die Szene sorgte im Stadion für Reaktionen der Fans, die mit Pfiffen und Buhrufen auf den ungewöhnlichen Moment reagierten. Auch im Fernsehen wurde der Vorfall kommentiert. Ein Kommentator bezeichnete die Situation als „unangenehm in einem WM-Halbfinale“.
Nach dem kurzen technischen Problem konnte das Spiel fortgesetzt und der Freistoß ausgeführt werden. Der Versuch von Alex Baena landete jedoch in der Mauer. Für die Spanier hatte der Fehlschuss jedoch keine langfristigen Konsequenzen, da sie das Halbfinale mit 2:0 gewannen und somit ins WM-Endspiel einzogen.
Iván Bartons bisherige Auftritte
Schiedsrichter Iván Barton ist bei dem Turnier bereits durch frühere Auftritte aufgefallen. Er gilt seit seiner Äußerung zum verdeckten Mund von Paraguays Miguel Almirón als Kultfigur der WM. Schon beim Spiel zwischen Paraguay und der Türkei zog der 35-Jährige die Aufmerksamkeit auf sich.
In diesem Spiel hatte Paraguays Nationalspieler Almirón die erste Rote Karte der WM erhalten, weil er sich in einer Auseinandersetzung mit einem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hatte. Barton verkündete den Platzverweis in einem bestimmten Tonfall: „After Review. Number 10. Paraguay. Covered his mouth. Decision is: Red Card!“ Dieser Auftritt wurde im Internet stark beachtet und sogar musikalisch untermalt.

Der Vorfall mit dem Freistoß-Spray war somit ein weiteres Mal, dass Barton im Fokus stand. Es wurde spekuliert, ob er die Dose vergessen hatte oder ob sie leer war. Unabhängig vom Grund sorgte der Moment für eine weitere bemerkenswerte Szene mit dem Schiedsrichter.
Weitere Ereignisse im Turnierverlauf
Abseits des Schiedsrichter-Vorfalls gab es weitere Diskussionen im Turnier. Der Fall um die aufgehobene Rote Karte von US-Star Folarin Balogun sorgte weiterhin für Brisanz. Einem Bericht zufolge soll ein einziger FIFA-Funktionär die Entscheidung getroffen haben, die Sperre für Balogun zurückzunehmen oder zur Bewährung auszusetzen. Dies ermöglichte dem Angreifer, im Achtelfinale gegen Belgien aufzulaufen.
Mohammad Al-Kamali aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vorsitzender der FIFA-Disziplinarkommission, soll diese Entscheidung allein getroffen haben, ohne die restlichen 17 Mitglieder der Kommission einzubeziehen. Ein Reporter konfrontierte Al-Kamali vor dem Viertelfinalspiel zwischen England und Norwegen in Miami mit den Vorwürfen, doch dieser schwieg und ignorierte den Journalisten.
Balogun selbst äußerte sich zu dem Vorfall und zeigte sich schockiert über die ursprüngliche Rote Karte, die er nach einem unabsichtlichen Tritt im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina erhalten hatte. Er betonte, dass es bei einer nicht absichtlichen Aktion niemals eine Rote Karte geben sollte. Die FIFA hob die Sperre überraschend einen Tag vor dem Achtelfinale auf, nachdem der US-Präsident angeblich um eine Überprüfung gebeten hatte. Balogun war glücklich, zum Team zurückzukehren, wusste aber, dass die Entscheidung Kontroversen auslösen würde.
Die Schweizer Nationalmannschaft wurde nach ihrer Rückkehr aus den USA von Tausenden Fans in Zürich empfangen. Das Team feierte auf dem Turbinenplatz die erfolgreiche WM, obwohl es im Viertelfinale an Argentinien scheiterte. Der Trainer äußerte, dass mehr möglich gewesen wäre und dass das Team größtenteils besser als der amtierende Weltmeister gewesen sei. Die Schweiz erreichte erstmals seit der Heim-WM 1954 wieder das Viertelfinale.
Ein ehemaliger Fußball-Nationaltorhüter äußerte sich auch zur Kritik an einem Trainer und betonte, dass die Reaktionen auf Niederlagen mehr über die Zeit als über den Fußball verraten. Er schrieb, dass Niederlagen zur Analyse zwingen, während Siege dazu verführen können, darauf zu verzichten. Die Spanier gewannen das Halbfinale mit 2:0 und stehen am 19. Juli im WM-Endspiel.
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Source: sportbild.bild.de