WM 2026: Frankreich in Schock-Starre – WM-Aus am Nationalfeiertag gegen Spanien - BILD
Die französische Nationalmannschaft hat am Nationalfeiertag eine bittere Niederlage im WM-Halbfinale gegen Spanien hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Didier Deschamps verlor mit 0:2, wodurch der Traum von einem dritten aufeinanderfolgenden WM-Endspiel platzte. Nach dem Weltmeistertitel 2018 und der Niederlage im Elfmeterschießen 2022 verpasst Frankreich somit das Finale der WM 2026.
Die Franzosen, die zuvor als Topfavoriten galten, wirkten im gesamten Spiel träge, fehleranfällig und ideenlos. Besonders die Offensive um Kylian Mbappé, Olise und Dembélé konnte sich kaum in Szene setzen. Die gewohnte Spritzigkeit und Torgefahr, die Mbappé mit acht Turniertoren zuvor gezeigt hatte, fehlte gänzlich. Ein Indikator dafür war der zwischenzeitliche xGoal-Wert (Expected Goals) der Équipe Tricolore von 0,04, der als quasi nicht existent beschrieben wurde.
Ganz anders präsentierte sich die spanische Mannschaft. Die Furia Roja zeigte ein sicheres Passspiel und beeindruckte mit schönen Ballstafetten, oft initiiert um den starken Olmo. Die Spanier nutzten eine unglückliche Aktion des französischen Verteidigers Lucas Digne zur Führung.
Entscheidende Momente und spanische Dominanz
In der 20. Minute kam es zu einer spielentscheidenden Szene: Lucas Digne, der den Ball aus der Drehung klären wollte, übersah Yamal und traf ihn am Oberschenkel. Schiedsrichter Barton entschied sofort auf Elfmeter. Oyarzabal trat an und verwandelte sicher ins rechte Eck, wodurch Spanien in der 22. Minute mit 1:0 in Führung ging. Für Frankreich war dies der erste Rückstand im gesamten Turnier.
Eine kuriose Unterbrechung gab es nach einem Foul von Rabiot an Olmo. Die Ausführung des Freistoßes verzögerte sich, da Schiedsrichter Barton offenbar zu Beginn des Spiels das Freistoßspray vergessen hatte und es ihm vom vierten Offiziellen auf den Platz gebracht werden musste.
Auch nach der Halbzeitpause änderte sich das Bild nicht. Mbappé und seine Mitspieler konnten weiterhin keine Akzente setzen. Stattdessen baute Spanien seine Führung aus. Nach schöner Vorarbeit des ehemaligen Leipzig-Stars Olmo erzielte Porro in der 58. Minute das 2:0, was die Entscheidung in diesem Halbfinale bedeutete.
Spanien im Finale, Frankreich im Spiel um Platz drei
Mit diesem Sieg zieht Spanien zum zweiten Mal nach 2010 in ein WM-Endspiel ein. Im Jahr 2010 krönten sich die Spanier zum Weltmeister, und nun stellt sich die Frage, ob 16 Jahre später eine Wiederholung dieses Erfolgs möglich ist. Das Kollektiv der Spanier wurde als überlegen gegenüber den Einzelkönnern der Franzosen beschrieben.
Für Kylian Mbappé und die französische Mannschaft bedeutet die Niederlage, dass sie erstmals im Spiel um Platz drei antreten müssen. Die Spanier, angeführt von Spielern wie Lamine Yamal, der seinen Worten Taten folgen ließ, haben die zuvor überragenden Franzosen zu Nebendarstellern degradiert. Das defensive Meisterwerk der Spanier sicherte ihnen den Einzug ins Finale in Dallas.
Die französische Nationalmannschaft, insbesondere Verteidiger Lucas Digne, zeigte sich in entscheidenden Momenten unaufmerksam. Digne, dessen markante Gesichtszüge sein Alter von 32 Jahren erkennen lassen, wirkte in der Situation, die zum Elfmeter führte, unachtsam und zu sehr auf die Flugkurve des Balles konzentriert.
Die spanische Mannschaft nahm Frankreich nicht nur das Tempo und den Esprit, sondern auch die Chance auf das WM-Finale. Die Leistung der Spanier wurde als Überraschung gewertet, da sie mit ihrem Kollektiv die individuellen Fähigkeiten der Franzosen übertrafen. Das Halbfinale fand am 14. Juli statt.
Read Also
Source: bild.de