Poker um El Mala: Köln-Boss Kessler mit klarer Ansage
Der 1. FC Köln plant fest mit Said El Mala für die kommende Saison. Dies bekräftigte Sportboss Thomas Kessler nach dem ersten Training der Mannschaft. Trotz zahlreicher Transfergerüchte und Angebote, die in den letzten Wochen die Runde machten, ist Kessler überzeugt, dass der Spieler in dieser Saison für den FC auflaufen wird.
El Mala, der als Ausnahmespieler gilt und in der vergangenen Saison 13 Tore erzielte, wurde von den Fans beim Trainingsauftakt am Geißbockheim euphorisch empfangen. Er erfüllte Autogramm- und Fotowünsche, was die Verbundenheit der Anhänger mit dem jungen Talent unterstreicht.
Kesslers klare Ansage zum Verbleib
Kessler äußerte sich deutlich zur Situation um El Mala. Er betonte, dass es zwar einige Angebote gegeben habe, diese aber letztendlich nicht zu einem Transfer geführt hätten. „Wir haben die letzten Wochen jetzt öfter darüber gesprochen. Es gab das ein oder andere Angebot, das auch in die Öffentlichkeit gelangt ist. Aber es hat nachher nicht zum Transfer geführt. Und deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass Said diese Saison für den FC spielen wird“, erklärte Kessler.
Diese Aussage kommt nach Wochen intensiver Spekulationen über die Zukunft des Spielers. Lange Zeit wurde diskutiert, welcher Klub das höchste Angebot abgeben und wohin El Mala wechseln würde. Kessler schloss jedoch aus, dass seine Äußerungen lediglich ein Bluff seien, um den Preis des Spielers in die Höhe zu treiben.
El Mala selbst hatte nach der vergangenen Saison die Premier League als klares Ziel genannt und dies auch dem FC mitgeteilt. Es gab Berichte über Interesse von Brighton und später schien Brentford das Rennen zu machen. Der FC hatte einem Transfer zu Brentford für eine Summe von 50 Millionen Euro bereits zugestimmt. Allerdings ließen El Malas Mutter und Beraterin den Deal in letzter Minute platzen.
Nachdem der Transfer nicht zustande kam, stellte der 1. FC Köln seine Kaderplanung neu auf. Der Verein ist nun nicht mehr zwingend auf eine hohe Einnahme aus einem Verkauf des Spielers angewiesen. Stattdessen plant der FC fest mit El Mala für die kommende Saison. Eine Änderung dieser Haltung oder ein Umdenken des Spielers wäre nach Informationen nur bei einem „Mega-Angebot“ eines internationalen Spitzenklubs denkbar, womit in Köln aktuell jedoch niemand rechnet.
Kessler unterstrich seine Überzeugung: „Said ist hier, er hat einen langfristigen Vertrag bei uns und ich bin einfach happy, dass er da ist. Wenn man ihn heute auf dem Platz gesehen hat, hat er wieder eine gute Einheit gemacht. Und ich habe ihn vor dem Training noch abfangen können. Er wirkt voller Tatendrang. Er freut sich total, hier zu sein. Und wir ganz genauso!“
Trainingsauftakt und weitere Kaderplanungen
Der 1. FC Köln startete mit 24 Profis in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Unter der Leitung von Cheftrainer René Wagner fand das öffentliche Training bei über 30 Grad statt. Neben El Mala waren auch Neuzugang Luka Lotschoschwili, Leih-Rückkehrer Julian Pauli und fünf Nachwuchsspieler aus der Akademie dabei.
Auch Trainer Wagner hatte bereits in der Vorwoche erklärt, vorerst mit El Mala zu planen, betonte aber auch die Notwendigkeit schneller Klarheit. El Mala selbst äußerte sich am Wochenende zu seiner Zukunft und sagte, er habe einen Vertrag in Köln und fühle sich dort sehr wohl. Er lasse alles auf sich zukommen und gebe weiterhin Gas.
Trotz der klaren Ansage zu El Mala ist auf dem Transfermarkt des FC weiterhin Bewegung zu erwarten. Der Verein sucht Verstärkung für die Sechser-Position. Namen wie Edson Alvarez von West Ham United und Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt werden gehandelt. Zudem soll der australische Mittelfeldspieler Paul Okon-Engstler in Köln unterschreiben.
Neben möglichen Zugängen werden auch weitere Abgänge erwartet. Beim Trainingsauftakt fehlten Verteidiger Jusuf Gazibegovic, der für Gespräche freigestellt wurde, sowie Stürmer Imad Rondic, der nicht mehr zum Trainingskader gehört. Abwehr-Neuzugang Gideon Mensah, ein ghanaischer WM-Fahrer, erhält noch Urlaub und wird später ins Training einsteigen.
Kessler blickte auf die intensiven Wochen auf dem Transfermarkt und das Saisonziel. „Wir wollen die Klasse halten, aber am Ende wollen wir den FC einfach mittelfristig stabilisieren in der Bundesliga“, so der Sportboss. Das Transferfenster ist noch bis zum 31. August geöffnet.

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Source: bild.de