05:53 FIFA bestreitet WM-Vorgabe für Gianni Infantino vehement
FIFA dementiert Anweisung zu Infantino-Kamerafokus
Der Fußball-Weltverband FIFA hat vehement bestritten, dass es eine Anordnung gibt, FIFA-Präsident Gianni Infantino während der Fußball-Weltmeisterschaft gezielt von den TV-Kameras einfangen zu lassen. Eine Behauptung, wonach Infantino während eines WM-Spiels mindestens einmal im Fokus der Kameras stehen müsse, wurde als „irreführend“ zurückgewiesen. Diese Klarstellung erfolgte in einer Stellungnahme, die vom Portal „The Athletic“ zitiert wurde.
Trotz der Dementi der FIFA berichtet „The Athletic“, dass eine Vereinbarung zwischen dem Weltverband und dem WM-Produktionsunternehmen HBS besteht. Diese Vereinbarung soll regeln, dass in jeder Halbzeit ein sogenannter „dignitary shot“ gezeigt werden muss. Ein solcher „dignitary shot“ ist die Aufnahme eines Würdenträgers, zu denen beispielsweise Staatsoberhäupter, Verbandsfunktionäre oder Prominente zählen können.
Ein Sprecher der FIFA erklärte, es sei gängige Praxis, dass Sitzplätze für Fußballfunktionäre, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Prominente im Rahmen der regulären TV-Übertragung gezeigt werden. Dies gelte unabhängig davon, um wen es sich handele. HBS ist das Unternehmen, das die Bilder an alle Rechteinhaber liefert, darunter Sender wie ARD, ZDF oder MagentaTV.

Giuliani äußert Wunsch für englischen WM-Titel
Andrew Giuliani, der FIFA-Beauftragte des Weißen Hauses, hat seinen Wunsch geäußert, England als neuen Fußball-Weltmeister zu sehen. Giuliani, der von US-Präsident Donald Trump eingesetzt wurde, äußerte gegenüber der „Daily Mail“, dass es eine großartige Geschichte wäre, wenn die Engländer während der Jubiläumsfeierlichkeiten der Vereinigten Staaten in Amerika gewinnen würden, da die Vereinigten Staaten selbst nicht gewinnen können.
Er betonte, dass die vergangenen 60 Jahre für England schmerzhaft gewesen seien und ein WM-Titel einen schönen Triumph für sie darstellen würde. England tritt im Halbfinale am Mittwoch gegen Titelverteidiger Argentinien an. Das Spiel wird um 21 Uhr ausgestrahlt und ist in der ARD sowie auf Magenta TV zu sehen. England strebt seinen ersten WM-Titel seit 1966 an.
Im anderen Halbfinale stehen sich heute um 21 Uhr Europameister Spanien und Frankreich gegenüber. Dieses Spiel wird im ZDF und auf Magenta TV übertragen. Giuliani hob die Bedeutung von Bayern-Profi Harry Kane für die englische Nationalmannschaft hervor. Er bezeichnete Kane als den Hauptgrund für einen möglichen Erfolg Englands im Turnier.
Laut Giuliani ist Harry Kane einer der wichtigsten Spieler im Team, zusammen mit Jude Bellingham, die beide als tolle Sportler beschrieben wurden. Er hob hervor, dass England ein sehr ausgeglichenes Team besitzt und die Spieler selbstbewusst sein müssen, da der Coach ihnen einimpfen müsse, dass sie das Potenzial zum Sieg haben. Kane hatte zuvor berichtet, auf Wunsch des US-Präsidenten gemeinsam mit Trump in Florida Golf gespielt zu haben.

Hitzewelle bei der Tour de France
Der Radprofi John Degenkolb hat bei seinem elften Start bei der Tour de France Temperaturen erlebt, die er in seiner Karriere noch nicht kannte. Er fuhr seine erste Tour de France vor 13 Jahren, doch die Hitze bei diesem Rennen übertraf alles bisher Dagewesene. Degenkolb, der 37 Jahre alt ist, sagte im ZDF, dass die Hitze der letzten neun Tage mit nichts zu vergleichen sei, was er zuvor erlebt habe.
Die Durchschnittstemperatur an den ersten neun Renntagen betrug 32,4 Grad. Zum Vergleich: In den letzten knapp 20 Jahren war es bei einer gesamten Frankreich-Rundfahrt nie heißer. Im Jahr 2022 lag der Durchschnitt immerhin noch bei 25,9 Grad. Diese extreme Hitzewelle führte dazu, dass die Organisatoren der Tour erstmals in der Geschichte eine Etappe verkürzten. Zudem wurden die Verpflegungsregeln gelockert, um den Fahrern entgegenzukommen.
Degenkolb beschrieb die Situation so, dass es in den vergangenen Jahren zwar immer mal wieder drei oder vier Tage mit unfassbarer Hitze gab, aber in dieser Woche sei es wirklich die ganze Zeit wie in der Wüste gewesen, mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Im Bus zeigte das Thermometer sogar 43 Grad an. Daher kam es den Fahrern gelegen, dass eine Etappe um 30 Kilometer verkürzt wurde.
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Source: n-tv.de