Kylian Mbappé meldet sich nach Frankreichs Aus bei der WM gegen Spanien - BILD
Frankreich scheidet im Halbfinale aus
Frankreich hat das erste WM-Halbfinale gegen Spanien mit 0:2 verloren und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Nach der Niederlage meldete sich Kapitän Kylian Mbappé zu Wort und äußerte sich zur Leistung seines Teams. Er betonte, dass die Mannschaft weder taktisch noch technisch oder in Bezug auf das gezeigte Gesamtlevel das Spiel gemacht habe, das sie machen wollte.
Mbappé erklärte, dass man in einem WM-Halbfinale nicht gewinnen könne, wenn man nicht die erforderliche Leistung bringe. Er beschrieb den Traum, das Finale zu erreichen und dem Land die Möglichkeit zu geben, weiter zu träumen und Geschichte zu schreiben. Der Kapitän fügte hinzu, dass man, wenn man gewinnt, mit erhobenem Haupt gewinnt, und wenn man verliert, auch mit erhobenem Haupt verlieren müsse.
Im Duell enttäuschte Frankreich, insbesondere die Offensive um Mbappé, Olise und Dembélé. Die Torgefahr des Teams war während des gesamten Spiels kaum vorhanden, was sich in einem zwischenzeitlichen xGoal-Wert von 0,04 widerspiegelte.
Reaktionen und Analysen zur Niederlage
Rayan Cherki, der in der 72. Minute für Olise eingewechselt wurde, versuchte nach eigenen Angaben, das Spiel zu drehen. Er merkte an, dass es nicht am Willen gelegen habe, sondern daran, dass Spanien taktisch besser aufgestellt war. Cherki räumte ein, dass die Spanier den Ball gut laufen ließen und ihr eigenes Tempo spielten, während Frankreich nicht so spielte, wie es eigentlich wollte.
Der ehemalige Profi Christoph Kramer kritisierte im ZDF die Herangehensweise der französischen Top-Spieler nach der 0:2-Niederlage. Er bemerkte, dass Spanien im Anlaufverhalten von Frankreich ewig spielen konnte, nicht weil Frankreich nicht wollte, sondern weil die Spieler möglicherweise nicht bereit waren, die notwendigen Laufwege im Training einzustudieren. Kramer betonte, dass dies bei Spanien anders sei.
Kramer sah dies nicht als Kritik an Frankreichs Trainer Didier Deschamps, sondern argumentierte, dass es auf diesem Niveau ein wenig „untrainierbar“ sei. Er wies auch darauf hin, dass viele französische Spieler in ihren Vereinen nicht daran gewöhnt seien, gegen ein Team mit viel Ballbesitz zu spielen. Der ehemalige Trainer Christian Streich stimmte Kramer zu und sah einen entscheidenden Vorteil für Spaniens Trainer Luis de la Fuente, der seit 2013 im spanischen Verband tätig ist und verschiedene Jugendmannschaften sowie die Olympia-Auswahl trainiert hat.
Die spanische Sportzeitung Marca feierte den Finaleinzug und schrieb: „Spanien steht im WM-Finale! Zum zweiten Mal in unserem Leben werden wir um den Weltmeistertitel kämpfen. Wir wollen den zweiten Stern!“ Die Zeitung AS titelte zu der Leistung gegen Frankreich: „Eine Lektion für die Welt“. El País hob hervor, dass Spanien erneut Geschichte geschrieben habe und nach 16 Jahren wieder im Finale der Fußballweltmeisterschaft stehe.
Die französische L’Équipe sprach von einem „Unfall in Dallas“ und sah in der Niederlage eine „regelrechte Fußballlektion“ für Frankreich. RMC Sport sah den „amerikanischen Traum“ der Franzosen jäh beendet, da Frankreich gegen die kontrolliert auftretenden Spanier kein Mittel gefunden habe. Le Figaro schrieb, dass Frankreich im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 in Dallas von Spanien mit 0:2 deklassiert wurde. Die Pariser Tageszeitung Le Parisien sprach von einer „bitteren Enttäuschung“ und davon, dass die Franzosen von der „roten spanischen Welle überrollt“ wurden.
Die französische Regionalzeitung La Voix du Nord bemerkte, dass Frankreich so eingebrochen sei, dass es schwerfalle, in diesem Halbfinale, das als Albtraum in die Geschichte eingehen werde, überhaupt einen Spieler zu finden, der überzeugen konnte. Lucas Digne beging einen fatalen Fehler, während Michael Olise keinen einzigen Angriff zustande brachte und die gesamte Mannschaft mit in den Abgrund riss.
In den USA fragte The Athletic, ob Spanien unterschätzt worden sei, und merkte an, dass die Qualität der spanischen Mannschaft möglicherweise übersehen wurde, da die Fixierung auf Frankreich und Kylian Mbappé zu groß war. Die Daily Mail in England sprach von „lausigen Les Bleus“ und betonte, dass die Leistung des französischen Teams besonders enttäuschend war, da sie weit davon entfernt waren, ihr selbst gestecktes Ziel bei dieser Weltmeisterschaft zu erreichen.
Der Guardian sah in Spaniens Sieg eine „spektakuläre Lektion“ für alle, die den Europameister zum Außenseiter erklärt hatten. Spanien sicherte sich damit das Spitzenspiel im MetLife Stadium und degradierte Frankreich zu bloßen Mitläufern. Die Sun spielte auf das Ende der Ära Didier Deschamps an und schrieb: „Sacre bleu. Frankreich scheitert an der letzten Hürde.“ Die Krone-Zeitung aus Österreich hob hervor, dass sich Spanien für die bisher so souverän auftretenden Franzosen ausgerechnet an deren Nationalfeiertag als zu starke Hürde erwies.
Der Blick aus der Schweiz schrieb: „Frankreich bringt Yamal und sich selbst zu Fall.“ Ein Foul an Lamine Yamal habe den Untergang der Franzosen eingeleitet. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb: „Spanien entzaubert Frankreich.“ Erneut habe ausgerechnet Mikel Oyarzabal, der „Antiheld“, den Weg gewiesen.
Die italienische Gazzetta dello Sport feierte Spaniens Sieg mit „Spanien, Triumph unter ‚Olé‘-Rufen: Frankreich wurde vernichtend geschlagen.“ Für den Corriere dello Sport war es eine „spanische Revolution in Dallas“. Tuttosport titelte: „Blaue Tränen“. Mbappé und Frankreich müssten nach Hause, Spanien habe ihnen eine Fußballlektion erteilt.
Ausblick nach dem Halbfinale
Die Enttäuschung über das Ausscheiden im Halbfinale ist bei den französischen Spielern und Fans groß. Die Mannschaft hatte den Traum, ins Finale zu kommen und ihrem Land die Möglichkeit zu geben, weiter zu träumen und Geschichte zu schreiben. Nach der Niederlage muss das Team die Gründe für die schwache Leistung analysieren.
Die Kritik an der taktischen und technischen Leistung sowie an der Einstellung der Spieler wird nun im Fokus stehen. Die Analyse der Experten deutet darauf hin, dass die mangelnde Vorbereitung auf ballbesitzorientierte Gegner ein Faktor gewesen sein könnte. Spanien hingegen steht nach dem Sieg im Finale der Fußballweltmeisterschaft.
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Source: bild.de