Grand Slam in London: Sinner macht Wimbledon-Endspiel gegen Zverev perfekt – die Bilder des Tages - RP Online
Jannik Sinner hat im Halbfinale von Wimbledon den Weltranglistenersten Novak Djokovic in drei Sätzen besiegt und zieht damit ins Finale ein. Dort trifft der Südtiroler auf Alexander Zverev. Das Match endete mit einem klaren 6:4, 6:4, 6:4 für Sinner auf dem Centre Court.
Für Novak Djokovic, der in Wimbledon sieben seiner 24 Grand-Slam-Titel gewonnen hat, bedeutet diese Niederlage, dass er weiterhin auf seinen 25. Grand-Slam-Titel warten muss. Sein letzter großer Erfolg war bei den US Open 2023.
Sinner dominiert das Halbfinale
Jannik Sinner zeigte eine dominante Leistung und benötigte in jedem Satz gegen Novak Djokovic lediglich ein Break, um die Führung zu übernehmen und zu halten. Der 39-jährige Serbe konnte bei warmem Sommerwetter keine überzeugende Leistung abrufen. Sinner hingegen servierte laut Berichten in „völlig eigenen Sphären“. Er ließ über die gesamte Spieldauer hinweg nur einen Breakball zu, den er mit einem Ass abwehrte. Insgesamt schlug Sinner 16 Asse und leistete sich keinen einzigen Doppelfehler.
Im Gegensatz dazu war Novak Djokovic besonders bei seinem zweiten Aufschlag angreifbar, wo er nur in 34 Prozent der Fälle punkten konnte. Sinner gelang es, die entscheidenden Breaks zu erzielen und seine Aufschlagspiele souverän zu halten. Ein entscheidender Moment war, als Sinner bei 30:30 im dritten Satz mit einem Ass durch die Mitte einen Spielball sicherte und diesen dann auch verwertete, um seine Führung auszubauen.
Novak Djokovic äußerte sich nach dem Match wenig enttäuscht und nahm sich viel Zeit für die Medien. Er räumte ein, dass er nicht viel falsch gemacht habe, aber Jannik Sinner „ein, zwei Klassen besser“ gewesen sei. Djokovic erklärte, er sei bei jedem Schlag einen halben Schritt zu langsam gewesen und nicht konstant genug, um mithalten zu können. Er akzeptierte die Niederlage gegen einen besseren Spieler.
Ausblick auf das Finale gegen Zverev
Im Finale trifft Jannik Sinner auf Alexander Zverev. Zverev hatte zuvor den Briten Arthur Fery mit 7:6, 6:2, 6:4 besiegt. Das Finale wird als Duell zwischen der aktuellen Nummer 1 der Welt, Sinner, und der neuen Nummer 2, die Zverev am Montag werden wird, erwartet. Sinner gilt als Favorit, da er die letzten neun Duelle gegen Zverev gewonnen und dabei nur zwei Sätze abgegeben hat.
Während Alexander Zverev seinen zweiten Grand-Slam-Titel in Folge nach dem Gewinn der French Open am 7. Juni anstrebt, will Jannik Sinner seinen fünften Grand-Slam-Titel holen. Interessanterweise sind die beiden Spieler auf Gras noch nie aufeinandergetroffen. Die Temperaturen am Sonntag im Finale sollen nicht mehr als 26 Grad betragen, was Jannik Sinner entgegenkommen könnte, da Alexander Zverev wärmeres Wetter bevorzugt.
Jannik Sinner zeigte sich glücklich über seinen Finaleinzug und hofft auf ein gutes Finale am Sonntag. Er betonte, dass er sein Spielniveau steigern musste, was ihm gegen Novak Djokovic auch gelungen sei. Djokovic wiederum äußerte den Wunsch, auch im nächsten Jahr, dann mit 40 Jahren, wieder in Wimbledon anzutreten, was Jannik Sinner begrüßen würde, da er Djokovic als „wahre Inspiration“ betrachtet.
Das Halbfinale dauerte zwei Stunden und 25 Minuten. Novak Djokovic hatte zuvor ein Marathon-Viertelfinale von fünf Stunden und 15 Minuten am Dienstag bestritten. Das Finale zwischen Jannik Sinner und Alexander Zverev findet übermorgen statt.
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Source: sportschau.de