(S+) Jürgen Klopp: Vertragen sich seine Deals mit dem Amt des Bundestrainers? - Spiegel
Klopp und die Bundestrainer-Rolle
Jürgen Klopp, der bis 2029 als „Global Head of Soccer“ beim Red-Bull-Konzern unter Vertrag steht, hat sich mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getroffen, um über die Position des Bundestrainers zu sprechen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Chef Hans-Joachim Watzke führten in den USA Gespräche mit Klopp und seinem Berater. Das Treffen fand in einem Hotel am New Yorker Flughafen John F. Kennedy statt und dauerte über vier Stunden.
Ein zentrales Thema der Diskussionen war die mögliche Auflösung von Klopps aktuellem Vertrag mit Red Bull. Dies müsste in Abstimmung mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff erfolgen. Berichten zufolge könnte Klopp im Falle einer Einigung als Werbebotschafter für Red Bull erhalten bleiben, anstatt dass eine Ablösesumme fällig wird.
Neben der Vertragslaufzeit und der Bezahlung wurden auch Wünsche für den Trainerstab besprochen. Eine weitere Herausforderung könnten Klopps bestehende Werbeverträge mit Unternehmen darstellen, die in Konkurrenz zu Partnern des DFB stehen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich jedoch optimistisch, dass eine Lösung gefunden werden kann.
Werbeaktivitäten und mögliche Konflikte
Klopp ist bekannt für seine zahlreichen Werbepartnerschaften. Er hat bereits für eine Vielzahl von Produkten geworben, darunter Zwieback, Tapetenkleister und Elektrorasierer. Diese Rolle als Werbefigur könnte im Amt des Bundestrainers zu Überschneidungen führen, insbesondere wenn er für Konkurrenten von DFB-Sponsoren werben würde.
Die Klärung dieser potenziellen Interessenkonflikte ist ein wichtiger Bestandteil der Verhandlungen. Es muss sichergestellt werden, dass Klopps kommerzielle Engagements mit den Anforderungen und Partnerbeziehungen des DFB vereinbar sind. Die Gespräche am Freitag zielten darauf ab, diese Details zu erörtern und eine mögliche Einigung zu erzielen.

Parallel zu diesen Entwicklungen im deutschen Fußball gab es auch andere Nachrichten aus der Sportwelt. Benfica Lissabon hat Interesse an Joao Palhinha vom FC Bayern gezeigt. Portugiesische Medien berichten von Sondierungsgesprächen, konkrete Verhandlungen mit dem FC Bayern haben jedoch noch nicht stattgefunden. Palhinha war im Sommer 2024 für 50 Millionen Euro von Fulham zum FC Bayern gewechselt und war in der abgelaufenen Saison an Tottenham Hotspur ausgeliehen.
Des Weiteren hat sich Vinicius Júnior von Real Madrid nach dem Ausscheiden Brasiliens aus der Weltmeisterschaft geäußert. Der 25-Jährige drückte seine Enttäuschung über das frühe Aus im Achtelfinale gegen Norwegen aus und entschuldigte sich bei den Fans. Er betonte, dass er weiterhin für den Traum kämpfen werde, an die Weltspitze zurückzukehren. Bei der XXL-WM erzielte er vier Tore und eine Vorlage.
Im Vorfeld des WM-Viertelfinals zwischen England und Norwegen äußerte Englands Kapitän Harry Kane großen Respekt vor Norwegens Torjäger Erling Haaland. Kane beschrieb Haaland als „unglaublich“ und „eine Maschine“. Englands Trainer Thomas Tuchel lobte Kane als „Anführer und Kapitän“, der in der Form seines Lebens sei. Die Partie wird am Samstag um 23 Uhr MESZ ausgetragen.
Auch Lothar Matthäus äußerte sich zur Wahl des Weltfußballers und sieht Lionel Messi trotz seiner Leistungen bei der WM nicht als ernsthaften Kandidaten, da Messi auf Klubebene in der Major League Soccer spielt und nicht in einer europäischen Topliga. In Peru führte die Leistung von Erling Haaland bei der WM zu einem „Haaland-Hype“ bei der Namensgebung von Neugeborenen. Laut der peruanischen Meldebehörde tragen 468 Kinder den Nachnamen des 25 Jahre alten Torjägers als Vornamen, und 91 Säuglinge wurden komplett Erling Haaland genannt.
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Source: spiegel.de