Pressestimmen zur WM: „Spanien hat Glück, dass der ‚Heilige Merino‘ auftaucht“
Spanien hat das Halbfinale der Weltmeisterschaft erreicht, nachdem es Belgien mit 2:1 besiegt hatte. Das entscheidende Tor erzielte Mikel Merino, der bereits im Achtelfinale gegen Portugal als Matchwinner hervorging. Die spanische Mannschaft trifft nun im Halbfinale auf Frankreich.
Merino wurde in der 86. Minute für Dani Olmo eingewechselt und traf zwei Minuten später. Das Siegtor fiel nach einem Fehler des belgischen Torhüters Senne Lammens. Lammens war kurz zuvor für den verletzten Stammtorhüter Thibaut Courtois ins Spiel gekommen.
Merinos entscheidende Tore
Mikel Merino hat sich in diesem Turnier als entscheidender Spieler erwiesen. Schon im Achtelfinale gegen Portugal wurde er in der 85. Minute eingewechselt und erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit das 1:0. Seine Fähigkeit, in wichtigen Momenten Tore zu erzielen, wurde von der internationalen Presse hervorgehoben.
Die spanische Sportzeitung „as“ lobte den Spieler und schrieb, dass „zwei Minuten Merino eine ganze Menge“ seien. Sie hob hervor, dass Spanien nun zu den vier besten Mannschaften des Turniers gehöre und um den Einzug ins Finale spielen werde. „Mundo Deportivo“ kommentierte, Spanien habe Glück gehabt, dass „der Heilige Merino“ aufgetaucht sei, um den Einzug ins Halbfinale zu sichern.
„El País“ betonte, dass Merinos „nächster Tanz“ Spanien nach dem Sieg gegen Belgien ins Halbfinale gegen Frankreich trage. Auch „The Guardian“ hob Merinos Leistungen hervor und erinnerte daran, dass er bereits in früheren Turnieren als Einwechselspieler späte Tore erzielt hatte, die Spanien ins Halbfinale der Europameisterschaft und ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft brachten.
Belgiens Torwart-Drama
Das Spiel war auch von einem dramatischen Torhüterwechsel auf belgischer Seite geprägt. Thibaut Courtois, der Stammtorhüter, musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Sein Ersatz, Senne Lammens, unterlief kurz darauf ein Fehler, der zum entscheidenden Gegentor führte.
Die internationalen Pressestimmen thematisierten dieses „Torwart-Drama“. „De Standaard“ aus Belgien schrieb, die „Roten Teufel“ seien im Viertelfinale ausgeschieden, was zwar nicht unlogisch, aber vermeidbar gewesen sei, da das Siegtor nach einem Fehler von Lammens fiel. „L’Équipe“ aus Frankreich merkte an, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Thibaut Courtois den Belgiern zum Verhängnis wurde und sie nach einer starken Leistung durch einen Fehler ihres zweiten Torhüters im Stich gelassen wurden.
„Le Parisien“ hob ebenfalls hervor, dass Spanien bis zur 88. Minute warten musste und ein Fehler von Senne Lammens den Unterschied machte. „Le Figaro“ berichtete, dass Spanien Belgien in letzter Minute besiegte und nun am 14. Juli im Halbfinale auf die „Bleus“ trifft.

Ausblick auf das Halbfinale
Mit dem Sieg gegen Belgien steht Spanien nun im Halbfinale der Weltmeisterschaft und trifft dort auf Frankreich. Dieses Duell wird von vielen als „vorweggenommenes Finale“ betrachtet, wie die spanische Zeitung „Marca“ berichtete. Spanien hofft, den Weg des Weltmeistertitels von 2010 in Südafrika nachahmen zu können.
Mikel Merino äußerte sich nach dem Spiel „überglücklich“ und betonte, dass er sich langsam daran gewöhne, in entscheidenden Momenten Tore zu erzielen. Er blickt optimistisch auf die kommenden Aufgaben und hofft, dass der Traum vom Titel wahr werden kann. Das Halbfinale gegen Frankreich ist für Dienstag angesetzt.
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Source: bild.de