FIFA WM 2026: Marokko steckt sich neues Ziel
Nach dem Erreichen des Halbfinales bei der Weltmeisterschaft in Katar vor vier Jahren hat sich die marokkanische Nationalmannschaft ein neues Ziel gesetzt. Teamchef Ouahbi betonte, dass man nicht zufrieden sei und einen weiteren Schritt machen müsse. Die Mannschaft strebt an, in Zukunft um Titel kämpfen zu können.
Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft schied Marokko gegen Frankreich aus. Ouahbi räumte ein, dass Frankreich in diesem Spiel stärker gewesen sei, zeigte sich aber zuversichtlich, dass sein Team in vier Jahren in der Lage sein könnte, Frankreich zu schlagen. Der in Frankreich geborene Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi, der sich erst im Mai für Marokko entschieden hatte, stimmte seinem Trainer zu. Er betonte, dass das Team wisse, was es verbessern müsse, um stärker zurückzukommen und weiter zu wachsen.
Vorbereitung auf die Heim-WM 2030
Die nächste Weltmeisterschaft im Jahr 2030 wird für Marokko ein Heimturnier sein. Das Land wird die WM gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten. Dies gibt der Mannschaft vier Jahre Zeit, um die notwendigen Verbesserungen vorzunehmen. Bei der diesjährigen WM fehlte Marokko der beste Torschütze, Ismael Saibari, verletzungsbedingt.
Die Erfahrungen aus den jüngsten Turnieren sollen genutzt werden, um die Mannschaft weiterzuentwickeln. Bouaddi hob hervor, dass das Spiel gegen Frankreich dem Team helfen werde, zu erkennen, welche Details im Hinblick auf die nächsten Wettbewerbe verbessert werden müssen, um weiterzukommen.
Sicherheitsbedenken nach WM-Spielen
Derweil gab es nach dem WM-Aus der kolumbianischen Nationalmannschaft Morddrohungen gegen den Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie. Der kolumbianische Fußballverband verurteilte diese Drohungen scharf und forderte die Generalstaatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen zu beschleunigen. Campaz hatte im Achtelfinale gegen die Schweiz im Elfmeterschießen eine entscheidende Chance vergeben.

Der 25-jährige Stürmer entschied sich aus Sicherheitsgründen, vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. In Kolumbien ist man besonders sensibel für solche Drohungen, da 1994 der Verteidiger Andrés Escobar nach einem Eigentor bei der WM ermordet wurde. Campaz äußerte sich auf Instagram und bat darum, den Respekt niemals aus den Augen zu verlieren, da keine Leidenschaft Hass oder Angst rechtfertige.
Weitere WM-Nachrichten
In anderen Nachrichten sorgte der Rassismus-Eklat um Kylian Mbappé für Aufsehen. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia meldete einen möglichen Hackerangriff auf ihr Instagram-Konto, nachdem sie Mbappé rassistisch beleidigt hatte. Sie hatte den französischen Stürmer nach dem WM-Aus Paraguays im Achtelfinale als „kolonisierten Kameruner“ bezeichnet und weitere beleidigende Äußerungen getätigt. Der französische Fußballverband erstattete daraufhin Anzeige gegen die Politikerin.

Auch in Norwegen gab es vor dem Viertelfinale der Nationalmannschaft gegen England ein ungewöhnliches Problem: Viele Gemeinden suchten händeringend nach Großbildschirmen für Public Viewings, da diese nach dem Sieg gegen Brasilien ausgebucht waren. Der norwegische Trainer Stale Solbakken äußerte sich zudem zu seinem Stürmerstar Erling Haaland, der trotz der klimatischen Bedingungen in Miami im Viertelfinale gegen England in der Startelf stehen sollte.
Die Schweiz musste im Viertelfinale gegen Argentinien auf Johan Manzambi verzichten, der wegen einer Knieprellung fehlte. Manzambi war mit drei Treffern der beste Schweizer Torschütze des Turniers. Die Schweiz stand erstmals seit 72 Jahren wieder im Viertelfinale einer WM und hatte das Halbfinale noch nie erreicht.
Das US-Aus gegen Belgien sorgte für einen TV-Rekord in den USA, mit durchschnittlich 50,1 Millionen Zuschauern. Der US-Verband teilte mit, dass die Partie durch die „Causa Balogun“ auch außerhalb der Fußballseiten Schlagzeilen gemacht hatte. US-Präsident Trump hatte im Vorfeld der Partie bei FIFA-Präsident Gianni Infantino interveniert, um die Sperre eines Spielers aufzuheben, was zu Spekulationen über politische Einflussnahme führte.
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Source: sport.orf.at