WM 2026: Lionel Messi meldet sich nach verlorenem Finale auf Insta - BILD
Nach der Niederlage im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Lionel Messi erstmals über Instagram an die Öffentlichkeit gewandt. Der argentinische Kapitän teilte seine Gefühle einen Tag nach dem Spiel mit den Fans. Er beschrieb den Schmerz als „unermesslich“ und erklärte, dass diese Wunde Zeit zum Heilen benötige.
Im entscheidenden Spiel der Weltmeisterschaft in den USA konnte Messi seiner Mannschaft nur wenige Impulse geben. Direkt nach dem Schlusspfiff verließ er das Stadion in East Rutherford, New Jersey, ohne sich den Medien zu stellen. Später stand er unter Tränen vor den argentinischen Anhängern, was Spekulationen über ein mögliches Karriereende im Nationaltrikot befeuerte. Das Turnier war seine sechste Weltmeisterschaft für Argentinien.
Messis Blick auf die Teamleistung und Danksagung an Fans
Trotz der verpassten Titelverteidigung lenkte der Offensivspieler den Fokus auf die Leistungen seines Teams. Er betonte, dass es schwierig sei, den Erfolg der Mannschaft im Moment vollends zu würdigen, aber hob hervor, dass das Team zwei WM-Finals in Folge erreicht habe. Messi ließ offen, ob er bei der Weltmeisterschaft 2030 noch für Argentinien spielen wird. Bis dahin wären vier Jahre vergangen, und er wäre zu Turnierbeginn fast 43 Jahre alt.
Seinen Beitrag auf Instagram ergänzte der Kapitän mit einem Foto, das ihn nachdenklich mit der Silbermedaille zeigt. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Fans für ihre Unterstützung: „Vielen Dank von ganzem Herzen für jede Nachricht und jeden Gruß. Wieder einmal ist es uns gelungen, als Land zusammenzustehen und den immensen Stolz, Argentinier zu sein, zu teilen.“
Das Finale wurde von Diskussionen über das Verhalten einiger argentinischer Nationalspieler überschattet. Insbesondere Leandro Paredes geriet nach der Partie wegen seines Verhaltens in die Kritik. Messi äußerte sich nicht zu diesen Vorfällen, gratulierte stattdessen Spanien zum Gewinn des WM-Titels. Spanien sicherte sich den zweiten Weltmeistertitel der Verbandsgeschichte nach 2010.
Emotionale Reaktion des Trainers und Spekulationen über die Zukunft
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni brach seine Pressekonferenz nach der Finalniederlage unter Tränen ab. Er beschrieb die Situation als „sehr schmerzhaft“ und entschuldigte sich, bevor er die Bühne verließ. Zuvor hatte der 48-Jährige bereits in der Kabine geweint und gab an, dass er deshalb nicht mehr weine. Kurz darauf musste er jedoch erneut weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.
Scaloni lobte seine Mannschaft um Lionel Messi und bezeichnete sie als „großartiges Team“. Er äußerte die Hoffnung, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden. Auf die Frage nach einem möglichen Rücktritt Lionel Messis aus der Nationalmannschaft erklärte der Coach, dass er noch nicht mit dem Kapitän gesprochen habe. Er bezeichnete Messi als den besten Spieler, der je den Rasen betreten habe, und betonte, dass alle stolz auf ihn seien.
Messi selbst hatte sich nach der Finalniederlage in East Rutherford zunächst nicht geäußert. Die verpasste Chance auf die Titelverteidigung hatte den mehrmaligen Weltfußballer sichtlich mitgenommen. Er verließ den Rasen wie paralysiert, verabschiedete sich aber von den argentinischen Fans und vergoss dabei ebenfalls Tränen. Es war nicht das Spiel des Ausnahmekönners gewesen; Spanien hatte den 39-Jährigen weitgehend aus der Partie genommen, und er konnte seine außergewöhnlichen Fähigkeiten über die 120 Minuten selten unter Beweis stellen. Mit ihm schien auch das gesamte argentinische Team in eine Art Lethargie verfallen zu sein.
Der argentinische Verband veröffentlichte nach dem verlorenen WM-Finale einen Beitrag, der nach Abschied klang: „Deine Tränen sind auch unsere, Kapitän. Du hast uns die größten Freuden unseres Lebens geschenkt. Danke für die Hingabe, für die Magie und dafür, bis zur letzten Sekunde alles zu geben. Wir lieben dich für immer, Leo!“
Zu seiner eigenen Zukunft hielt sich Argentiniens Scaloni ebenfalls bedeckt. Es gab Berichte, dass sich der Weltmeistertrainer von 2022 mit dem Verband auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bis 2030 geeinigt habe. Er kündigte an, mit dem Verbandspräsidenten sprechen zu wollen und drückte seine Dankbarkeit aus, an dieser Position sein zu dürfen, bevor er erneut weinte.
Die FIFA hat nach dem WM-Finale ein Verfahren gegen Argentinien eingeleitet. Das Disziplinarkomitee ergriff entsprechende Schritte aufgrund von Vorfällen nach dem Spiel. Leandro Paredes hatte sich nach der Niederlage gegen Spanien nach Abschluss der Verlängerung zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes erhielt daraufhin die Rote Karte. Schon während der Partie stand der Argentinier am Rande eines Platzverweises. Die Ermittlungen könnten sich auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala richten. Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz.
Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo meldete sich ebenfalls mit einer emotionalen Botschaft zu Wort. Sie schrieb auf Instagram: „Du wirst immer der Beste sein. Nicht nur wegen deines Talentes, sondern auch, weil du nie aufgehört hast, du selbst zu sein. Egal, was passiert, du gibst nie auf, du kämpfst immer bis zum Ende und gibst dein Bestes bis zur letzten Sekunde.“ Sie lobte ihren Ehemann als das „beste Beispiel für unsere Kinder und eine Inspiration für Millionen von Menschen“ und schloss ihren Post mit den Worten: „Ich liebe dich so sehr.“
Nach ihrer Rückkehr aus den USA wurden Spaniens Fußball-Weltmeister von König Felipe empfangen. Der König gratulierte der Mannschaft und erinnerte daran, dass Spanien nun sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen amtierender Fußball-Weltmeister sei. Felipe war mit seiner Frau, Königin Letizia, und den Töchtern, der Prinzessin von Asturien Leonor und Infantin Sofía, zum Endspiel nach East Rutherford bei New York gereist. Bei der Siegerehrung nahm der Monarch Spieler in den Arm und hielt den WM-Pokal in den Händen.
Auf der Plattform X gratulierte das Königshaus der Nationalelf: „Das Königspaar, die Prinzessin von Asturien und die Infantin Sofía gratulieren der @SEFutbol (Nationalmannschaft) zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Ein Triumph, der für immer in die Geschichte des spanischen Sports eingehen wird. Herzlichen Glückwunsch!“ Nach dem protokollarischen Empfang im Königspalast stattete die Mannschaft um Kapitän Rodri dem Cibeles-Platz einen Besuch ab.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin entschied sich gegen einen Besuch des WM-Finals in East Rutherford. Medienberichten zufolge begründete er den Entschluss unter anderem mit dem Fall Folarin Balogun. Ceferin wollte mit seinem Fernbleiben die Spaltung zwischen FIFA und UEFA signalisieren. Die aufgehobene Sperre des amerikanischen Stürmers Balogun führte dazu, dass die UEFA den verbalen Konflikt während der WM suchte. Die UEFA kritisierte, dass die Rechtssicherheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern gewährleistet werde, was die Integrität des Spiels gefährde. Auch der Vorschlag einer WM mit 64 Teams, mit dem FIFA-Präsident Gianni Infantino während des Turniers liebäugelte, gefällt der UEFA nicht. Ceferin sprach von einer „schlechten Idee“. Beim WM-Finale im Metlife-Stadium saß Infantino neben US-Präsident Trump.
Donald Trump sorgte auch nach dem WM-Finale für einen Moment, als er während der Pokalübergabe auffallend lange im Vordergrund blieb, obwohl FIFA-Präsident Gianni Infantino ihn mehrfach dazu bewegen wollte, sich an den Rand der Bühne zu stellen. Die Spanier nahmen es größtenteils locker. Stürmer Mikel Merino imitierte demonstrativ den charakteristischen Tanz von Donald Trump, nachdem Trump Rodri den Pokal überreicht hatte. Es war nicht das erste Mal bei dieser Weltmeisterschaft, dass Spieler Trump aufs Korn nahmen; bereits nach dem Achtelfinalsieg gegen die USA machten sich die Belgier mit Trumps markantem Tanz über den US-Präsidenten lustig.
Read Also
Source: bild.de