WM 2026: Argentinier in der Heimat angekommen – Messi fehlt bei Empfang
Der italienische Fußballverband bemüht sich Berichten zufolge intensiv um Pep Guardiola als neuen Nationaltrainer. Laut Informationen von „Sky Italia“ und Sky Sport Italia wurde der Trainer kürzlich in Barcelona von Paolo Maldini besucht, dem Technischen Direktor des italienischen Verbands. Gemeinsam mit Leonardo, einem Berater des Verbands und ehemaligem brasilianischen Weltmeister, sollen fast drei Tage lang Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit geführt worden sein.
Eine klare Tendenz, ob der 55-jährige Guardiola, der erst vor wenigen Wochen seine Tätigkeit bei Manchester City beendet hat, den Posten übernehmen möchte, ist bisher nicht bekannt. Guardiola ist seit Juli offiziell ohne Beschäftigung, nachdem sein Vertrag bei Manchester City am 30. Juni ausgelaufen war und er ihn nach zehn Jahren nicht verlängert hatte. Zuvor prägte er auch Ären beim FC Barcelona und dem FC Bayern.
Hintergrund der Trainersuche
Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer für die Squadra Azzurra erfolgt, nachdem sich Italien zum dritten Mal in Folge nicht für die WM 2026 qualifizieren konnte. Dies führte zu Veränderungen an der Spitze des italienischen Fußballs. Auswahlcoach Gennaro Gattuso, Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina mussten ihre Posten räumen.
Der neue Präsident der Federazione Italiana Giuoco Calcio, Giovanni Malagò, überzeugte daraufhin den früheren Starspieler Maldini, die Rolle des Technischen Direktors zu übernehmen. Eine der wichtigsten Aufgaben Maldinis ist es nun, einen geeigneten Nachfolger für den Trainerstuhl zu finden. Der aktuelle Interimstrainer ist Silvio Baldini.
Guardiola wäre der erste ausländische Trainer in der Geschichte des vierfachen Weltmeisters Italien seit dem Ungarn Lajos Czeizler, der das Team von November 1953 bis Juni 1954 trainierte. Czeizler trat nach dem Ausscheiden in der Gruppenphase bei der WM in der Schweiz zurück.
Guardiola als potenzieller Coup
Guardiola gilt als einer der profiliertesten und erfolgreichsten Vereinstrainer im aktuellen Fußball. Er hat mit dem FC Barcelona in den Jahren 2009 und 2011 sowie mit Manchester City im Jahr 2023 jeweils die Champions League gewonnen. Darüber hinaus führte er seine Teams – den FC Barcelona, den FC Bayern und Manchester City – insgesamt zwölfmal zum nationalen Meistertitel.
Eine Nationalmannschaft hat Guardiola bisher noch nicht trainiert. In der Vergangenheit wurde er jedoch mehrfach als möglicher Coach der brasilianischen Seleção gehandelt, bevor dort Carlo Ancelotti engagiert wurde. Mit dem FC Bayern gewann Guardiola von 2013 bis 2016 drei Meistertitel in Serie.

Zuletzt galten Roberto Mancini und Andrea Pirlo als Favoriten für den Posten des Nationaltrainers. Mancini war bereits von 2018 bis 2023 Coach der Squadra Azzurra und führte sie im Jahr 2021 zum Europameistertitel. Pirlo, der beim letzten WM-Triumph Italiens im Jahr 2006 in Deutschland noch als Spieler auf dem Feld stand, hatte als Trainer bei Juventus Turin und Sampdoria Genua jedoch weniger Erfolg.
Verbandschef Malagò äußerte sich nicht direkt zu den Verhandlungen mit Guardiola. Er deutete jedoch an, dass seine Liste für den künftigen Trainer möglicherweise nicht nur die Namen Pirlo und Mancini umfassen könnte. Die letzte Teilnahme Italiens an einer WM-Endrunde war im Jahr 2014, wo sie nicht über die Gruppenphase hinauskamen.
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Source: bild.de