WM 2026: Aus von Julian Nagelsmann ganz nah! Jürgen Klopp soll als Bundestrainer kommen!
Nach dem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA steht die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Fokus. Berichten zufolge könnte seine Amtszeit als Bundestrainer bald enden. Hinter den Kulissen des DFB sollen die Gespräche über eine mögliche Trennung an Fahrt aufnehmen, wobei eine millionenschwere Abfindungsvereinbarung im Raum steht.
Als potenzieller Nachfolger für Nagelsmann wird Jürgen Klopp gehandelt. Die Entscheidung über die zukünftige Besetzung des Bundestrainerpostens soll derzeit beim DFB getroffen werden. Details zu Klopps Bereitschaft und den finanziellen Aspekten einer möglichen Trennung von Nagelsmann sind Gegenstand von Spekulationen.
Kimmichs Enttäuschung nach dem WM-Aus
Das erneute frühe Ausscheiden bei einer Weltmeisterschaft belastet auch die Spieler. Joshua Kimmich, der zum dritten Mal ein solches Erlebnis bei seiner dritten Weltmeisterschaft hatte, zeigte sich tief enttäuscht. Er beschrieb seine Gefühlslage mit den Worten: „Das macht mich fertig.“ Kimmich, der als Kapitän der „Generation gar Nix“ bezeichnet wird, äußerte sich nach dem Spiel gegen Paraguay zu den Erwartungen, die die Mannschaft nicht erfüllen konnte.
Nach dem Scheitern in Katar hatte Kimmich bereits Angst, „in ein Loch zu fallen“. Er betonte, dass er nach diesem erneuten Rückschlag „für eine Auszeit in Amerika geblieben“ sei. In einem ausführlichen Post auf Instagram drückte er seine Leere aus und erklärte, dass er „sicher mehr als ein paar Tage brauchen“ werde, um wieder zur Normalität zurückzufinden. Trotz der Enttäuschung schloss er einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft aus: „Aufgeben ist für mich niemals eine Option.“
Kimmich, der seit 2015 beim FC Bayern spielt und mit dem Verein zahlreiche Erfolge feierte, darunter den Gewinn der Champions League im Jahr 2020, hat in seiner Karriere als Nationalspieler 114 Länderspiele absolviert. Zehn davon bestritt er bei Weltmeisterschaften, wobei er nur vier dieser Spiele gewinnen konnte: gegen Schweden, Costa Rica, Curacao und die Elfenbeinküste.
Die Leistungen von Kimmich bei der WM, insbesondere seine Rolle als Rechtsverteidiger, führten zu Diskussionen über seine Position und mögliche Tempodefizite. Auch im Elfmeterschießen gegen Paraguay, bei dem er als zweiter Schütze traf, nachdem Kai Havertz verschossen hatte, war er eine wichtige Figur. Er übernahm die Auswahl weiterer Schützen, was ihn kurzzeitig zum verlängerten Arm des Bundestrainers machte. Das schnelle Scheitern der Bemühungen passte jedoch zu Kimmichs bisherigen Erfahrungen bei Weltmeisterschaften.
Diskussionen um die Zukunft des DFB-Teams
Das Ausscheiden in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay war für Deutschland ein weiterer Rückschlag, nachdem die Mannschaft bereits bei den Turnieren 2018 und 2022 in der Gruppenphase gescheitert war. Kimmich war bei allen drei Turnierpleiten dabei. Trotz der großen Enttäuschung betonte er seinen Stolz, Kapitän der Mannschaft zu sein, und bedankte sich bei den Fans für ihre Unterstützung.
Das DFB-Team äußerte sich ebenfalls in den sozialen Medien, bedankte sich bei den Fans und übte Selbstkritik am frühen Ausscheiden. Gleichzeitig prangerte die Mannschaft diskriminierende Hasskommentare an. „Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht“, hieß es in einem Post auf dem Instagram-Account der Nationalmannschaft. Der Fußball stehe für Gemeinschaft und Zusammenhalt, nicht für Spaltung.
In dem Post wurde auch das sportliche Scheitern eingeordnet: „Wir haben es nicht geschafft zu zeigen, was in dieser Mannschaft steckt. Deshalb sind wir zu Recht viel zu früh aus diesem Turnier ausgeschieden.“ Die Mannschaft habe es als Team „nicht besser hinbekommen. Das tut weh. Uns genauso wie vielen anderen.“
Ein rätselhafter Beitrag von Said El Mala auf TikTok, einem Spieler des 1. FC Köln, der von Julian Nagelsmann nicht für die Weltmeisterschaft nominiert worden war, sorgte ebenfalls für Diskussionen. Mit der Frage „Hat sich das gelohnt?“ und einer Bildergalerie deuteten viele Fans den Post als versteckte Botschaft an den Bundestrainer. El Mala war im vergangenen November erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert worden, kam aber nicht zum Einsatz. Die Entscheidung, ihn vor der WM erneut nicht zu nominieren, hatte bereits zuvor für Diskussionen gesorgt.
Die FIFA meldete zudem eine Zunahme rassistischer Kommentare in den sozialen Medien während der Fußball-WM. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien rassistischer Natur, was einen Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zur WM 2022 in Katar darstellt. Über 1.000 Accounts wurden an Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Die WM war auch von einer neuen Regel geprägt, die bei einem Disput mit verdecktem Mund eine Rote Karte vorsieht. Diese Regel griff bereits zweimal, unter anderem bei Ecuador-Verteidiger Piero Hincapié und Paraguays Miguel Almirón.
Julian Nagelsmann, der 38 Jahre alt ist, könnte nach dem WM-Aus und der Rückkehr aus den USA den Titel des Bundestrainers nicht mehr lange tragen.
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Source: bild.de