WM 2026: Übler Rot-Tritt! USA-Sieg in Unterzahl - BILD
Die USA hat sich für das WM-Achtelfinale qualifiziert, nachdem sie Bosnien-Herzegowina in einem turbulenten Spiel mit 2:0 besiegt haben. Das Spiel war von einer umstrittenen Roten Karte und mehreren Verletzungsszenen geprägt. Die US-Boys treffen nun in der nächsten Runde auf Belgien.
Das Team von Trainer Mauricio Pochettino musste nach einem Treffer von Folarin Balogun und einem Freistoßtor von Malik Tillman den Sieg in Unterzahl sichern. Balogun, der das erste Tor erzielte, sah in der 61. Minute die Rote Karte nach einem Foulspiel.
Turbulentes Spielgeschehen und Verletzungen
Die Partie war von Beginn an ereignisreich. Bereits in der 18. Minute kam es zu einem Schreckmoment, als US-Spieler Antonee Robinson, bekannt als „Jedi“, unbeabsichtigt mit dem Knie das Gesicht von Bosnien-Torwart Nikola Vasilj traf. Vasilj musste minutenlang behandelt werden, konnte aber weiterspielen.
In der 29. Minute forderten die Amerikaner einen Elfmeter, nachdem Balogun im Zweikampf mit Amar Dedic im Strafraum zu Fall kam. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien und der VAR entschieden jedoch gegen einen Strafstoß. Nur zwei Minuten später jubelte Balogun über ein Tor, das jedoch wegen Abseits annulliert wurde.
Das erste reguläre Tor des Spiels fiel in der 45. Minute, als Balogun aus zwölf Metern mit links traf. Kurioserweise war dem Tor eine unglückliche Grätsche von Bosniens Stjepan Radeljic vorausgegangen, die den Ball zu Balogun lenkte. Kurz darauf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, kollidierten der bosnische Spieler Edin Dzeko und Tyler Adams im Mittelfeld. Beide mussten behandelt werden, konnten aber weiterspielen.
Die entscheidende Szene ereignete sich in der 61. Minute: Balogun trat Tarik Muharemovic auf den Fuß, wobei sich der Knöchel des bosnischen Verteidigers dramatisch verbog. Muharemovic lag schreiend auf dem Boden und musste behandelt werden. Nach Intervention des VAR wurde Balogun die Rote Karte gezeigt. Trotz der schweren Verletzung kehrte Muharemovic bandagiert auf das Feld zurück und spielte weiter.
In der 79. Minute jubelten die US-Boys erneut, als Christian Pulisic aus kurzer Distanz traf, doch auch dieses Tor wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Nur wenige Minuten später, in der 82. Minute, gelang Malik Tillman in Unterzahl ein Traumtor aus 17 Metern per Freistoß, der über die Mauer hinweg ins Tor flog und den 2:0-Endstand besiegelte.
Belgien zittert sich ins Achtelfinale
Auch Belgien hat das Achtelfinale erreicht, allerdings nach einem dramatischen Comeback-Sieg gegen Senegal. Das Team um Youri Tielemans gewann sein Sechzehntelfinale in Seattle mit 3:2 nach Verlängerung, nachdem es zwischenzeitlich mit zwei Toren zurückgelegen hatte. Habib Diarra in der 24. Minute und Ismaila Sarr in der 51. Minute hatten Senegal in Führung gebracht.
In der Schlussphase des Spiels wurde es hektisch. Romelu Lukaku in der 86. Minute und Tielemans in der 89. Minute sorgten für den Ausgleich. In der Verlängerung verwandelte Tielemans in der 120. Minute einen Foulelfmeter, der nach minutenlanger Überprüfung durch den Videobeweis gegeben wurde.
Während des Spiels kam es bei einem Stand von 0:2 gegen Senegal zu einem Zwischenfall zwischen Kapitän Youri Tielemans und Leandro Trossard, die vor laufenden Kameras aneinandergerieten und sich anschrien. Trossard beschwerte sich über eine Flanke von Tielemans, die an Lukaku statt an ihn gerichtet war. Tielemans feuerte verbal zurück, und es kam sogar zu einem Schubser, bevor Lukaku die beiden trennte. Nur Minuten später fiel der Ausgleich, wobei Trossard die Flanke schlug und Tielemans einköpfte. Beim anschließenden Jubel fielen sich die zuvor zerstrittenen Teamkollegen in die Arme.
Weitere Entwicklungen im Turnier
Die USA folgt damit Kanada, das 1:0 gegen Südafrika gewann, und Mexiko, das 2:0 gegen Ecuador siegte, ins Achtelfinale. Für Bosnien-Herzegowina endet die zweite WM-Teilnahme nach 2014 im Sechzehntelfinale. Die US-Boys treffen am kommenden Dienstag in Seattle auf Belgien.
Abseits des Spielfelds gab es weitere Nachrichten: Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale forderten frühere Welt- und Europameister einen Neuanfang. Die Demokratische Republik Kongo verabschiedete sich mit einer traurigen Nachricht aus dem Turnier, da Nationaltrainer Sébastien Desabre seinen Vater verloren hatte.
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Source: bild.de