WM 2026: Flitzer-Premiere bei der WM - drei Fans auf dem Rasen
Unterbrechung im Sechzehntelfinale
Im Sechzehntelfinale der Fußball-WM zwischen Belgien und Senegal kam es zu einer kurzen Unterbrechung, als drei Personen das Spielfeld betraten. Der Vorfall ereignete sich in Seattle nach etwa einer halben Stunde Spielzeit. Die Männer rannten mit ihren Mobiltelefonen auf den Rasen, woraufhin Ordner die Verfolgung aufnahmen.
Teile des Publikums reagierten auf die Fluchtversuche der drei Personen mit Jubel. Sicherheitskräfte führten die Fans schließlich vom Feld. Schiedsrichter Hector Said Martinez aus Honduras setzte die Partie nach ungefähr einer Minute fort. Zu diesem Zeitpunkt führte die Mannschaft aus dem Senegal bereits mit 1:0.

Besondere Begegnung für Amadou Onana
Für den belgischen Mittelfeldspieler Amadou Onana war das Sechzehntelfinale gegen den Senegal ein emotionales Spiel. Der 24-jährige Profi von Aston Villa wurde in Dakar, der Hauptstadt des Senegal, geboren und wuchs dort auf. Er verbringt zudem jedes Jahr seinen Urlaub in der Millionenmetropole.
Onana hatte vor der Auslosung der Gruppenphase in einem Podcast geäußert, dass er sich wünsche, nicht gegen den Senegal spielen zu müssen. Er betonte, dass eine Begegnung mit dem Senegal für ihn ein sehr besonderes Spiel wäre. Diese Aussage unterstreicht die persönliche Bedeutung der Partie für den Spieler.
Weitere WM-Ereignisse und Transfernews
Abseits des Spielfeldes gab es weitere bemerkenswerte Entwicklungen. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete eine ungewöhnliche Bitte an Eltern, ihre Kinder am Donnerstagabend länger aufbleiben zu lassen, um das erste K.o.-Spiel der Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM seit 1954 live verfolgen zu können. Die Partie in Inglewood fand um 12 Uhr Ortszeit statt, was in Österreich 21 Uhr entsprach. Er erklärte, dass solche Erinnerungen ein Leben lang bleiben würden und verwies auf die letzten Tage vor den Ferien.
Der englische Stürmer Harry Kane erzielte im Sechzehntelfinale gegen den Kongo einen Doppelpack, der England einen 2:1-Sieg sicherte. Zuvor hatte er in der 44. Minute eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung erlebt, als ihm nach einem Foul des Torhüters Lionel Mpasi-Nzau ein Elfmeter verwehrt wurde. Schiedsrichter Adham Mohammad Tumah Makhadmeh aus Jordanien entschied auf Abstoß, eine Entscheidung, die Kane und die englische Mannschaft fassungslos zurückließ. Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner konnte die Entscheidung nachvollziehen, merkte jedoch an, dass aufgrund des Kontakts auch ein Strafstoß hätte gegeben werden können.
Durch seine Tore zum 1:1 und 2:1 erreichte Kane seine zwölf und dreizehn WM-Tore. Der 32-jährige Angreifer des FC Bayern München überholte damit in der ewigen WM-Torschützenliste Jürgen Klinsmann und die brasilianische Legende Pelé. Als nächste Spieler könnte Kane den Franzosen Just Fontaine, der 13 WM-Tore erzielte, sowie den deutschen Spieler Gerd Müller mit 14 Toren überholen.
In den niederländischen Medien wird über mögliche Nachfolger für Ronald Koeman als Bondscoach spekuliert, nachdem dieser zurückgetreten ist. Neben Namen wie Michael Reiziger, Arne Slot, Peter Bosz, Erik ten Hag und Ruud van Nistelrooy wird auch Pep Guardiola genannt. Der spanische Trainer ist nach seinem Abschied vom englischen Premier-League-Klub Manchester City verfügbar und hatte in der Vergangenheit Interesse an der Position des Bondscoach bekundet.
Der FC Bayern München hat den Transfer von Marokkos Stürmerstar Ismael Saibari bekannt gegeben. Der 25-Jährige wechselt zur neuen Saison von der PSV Eindhoven und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031 unterschrieben. Über die Ablösesumme machten beide Klubs keine Angaben, Medienberichten zufolge soll sie jedoch bei rund 50 Millionen Euro liegen. Sportvorstand Max Eberl äußerte sich erfreut über die Verpflichtung von Saibari, den er als einen der spannendsten Offensivspieler dieser WM bezeichnete. Er betonte, dass der Transfer das Ergebnis vorausschauender Arbeit sei, da man sich frühzeitig bei dem Spieler positioniert habe.
Jude Bellingham, der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund, hat mit seinen Leistungen bei seinem vierten großen Turnier Kritiker in seiner Heimat England zum Schweigen gebracht. Der 23-Jährige zeigt starke Leistungen, während seine Fans den Song „Hey Jude“ zu einem Dauerschlager bei der WM machen.
Nach dem Sechzehntelfinale zwischen der mexikanischen Nationalmannschaft und Ecuador, das Mexiko mit 2:0 gewann, sind zwei Menschen bei einem WM-Fanfest in Mexiko-Stadt ums Leben gekommen. Eine 19-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann erstickten nach Abpfiff der Partie, wie lokale Behörden bestätigten. Medienberichten zufolge wurde eine Gruppe von Menschen gegen eine öffentliche Toilette gedrückt. Der Tod einer dritten Person wird ebenfalls in Betracht gezogen, ist jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Colonia Juárez. Clara Brugada, die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, äußerte sich auf „X“ zu den Todesfällen und bestätigte, dass Rettungskräfte umgehend reagiert hätten, die Betroffenen jedoch verstorben seien. Sie rief dazu auf, stets verantwortungsbewusst zu feiern.
Ein Autofahrer, der in der vergangenen Woche nach Mexikos Sieg gegen Tschechien in Cabo San Lucas in eine feiernde Menschenmenge gefahren war, ist ebenfalls verstorben. Dies bestätigte Alberto Rentería, der Generalsekretär der Bezirksverwaltung Los Cabos im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur. Medienberichten zufolge erlag der Mann seinen Verletzungen an Schädel und inneren Organen, die ihm wütende Menschen nach dem Vorfall zugefügt hatten.
Nach der 0:2-Niederlage gegen Mexiko im Sechzehntelfinale hat Ecuadors Nationaltrainer Sebastian Beccacece seinen Rücktritt angekündigt. Der 45-Jährige erklärte, dass es an der Zeit sei, sich von einer „wunderbaren Familie“ zu verabschieden.
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Source: sportschau.de