FIFA WM 2026: Frankreich bleibt auf Kurs
Frankreichs Dominanz und Mbappés Rekorde
Die französische Nationalmannschaft setzt ihren erfolgreichen Weg bei der FIFA WM 2026 fort. Trainer Didier Deschamps äußerte sich zwar vorsichtig, dass „noch nicht alles golden“ sei, doch seine Mannschaft lieferte bisher kaum Anlass zur Klage. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Kylian Mbappé, der in diesem Turnier bereits sechs Tore erzielt hat, womit er mit Lionel Messi gleichzieht. Mbappé rückte durch seinen Doppelpack gegen Schweden auch in der ewigen WM-Torschützenliste näher an den Argentinier heran, der bei 19 Treffern steht, während Mbappé nun 18 Tore auf seinem Konto hat.
Mbappé, der Kapitän der französischen Mannschaft, hat bereits einen Rekord für sich verbuchen können: Er bejubelte zehn Tore in K.-o.-Spielen bei Weltmeisterschaften, mehr als jeder andere Spieler zuvor. Als der Star ausgewechselt wurde, zollte ihm Deschamps eine Verneigung. Mbappé selbst betonte das Ziel, „so weit wie möglich zu kommen“ und am 19. Juli, dem Tag des Finales vor den Toren von New York, wieder dabei zu sein.
Deschamps‘ Vorsicht und Teamgeist
Trotz des Erfolgs zeigte sich Deschamps gewohnt zurückhaltend. Er kritisierte, dass sein Team in der ersten Halbzeit nicht für klarere Verhältnisse gesorgt hatte, da Frankreich Pech mit Stangenschüssen hatte. Auch Olise traf mit einem Seitfallzieher nur das Aluminium. Der Trainer erklärte, dass die Mannschaft „nicht abheben“ werde und in den nächsten 48 Stunden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren wolle. Er merkte an, dass sein Team immer noch zu viele Möglichkeiten zulasse und sich verbessern müsse, da die Gegner stärker würden.
Ein emotionaler Moment ereignete sich, als Mbappé nach dem 1:0 zu Deschamps lief und ihn umarmte, gefolgt von den Teamkollegen. Dies geschah, nachdem Deschamps das letzte Gruppenspiel gegen Norwegen (4:1) aufgrund des Todes seiner Mutter verpasst hatte. Mbappé beschrieb diese Geste als Teil der „DNA“ der französischen Mannschaft und ihres Trainers. Deschamps zeigte sich von dieser Geste berührt.
Offensivkraft und zukünftige Mission
Deschamps, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Weltmeister wurde und nach diesem Turnier abtreten wird, möchte bis dahin noch eine „Mission“ erfüllen: den dritten WM-Titel für Frankreich nach 1998 und 2018 zu gewinnen. Mit einer starken Offensive, bestehend aus Mbappé, Olise, Ousmane Dembele und Bradley Barcola, stehen die Chancen dafür gut. Olise hat bei dieser WM bereits fünf Tore vorbereitet, eine Leistung, die seit Beginn der Datenerfassung nur von Pelé im Jahr 1970 übertroffen wurde, der damals sechs Vorlagen gab.
Berichte vor der WM, die Mbappé als zu eigensinnig und defensiv schwach darstellten, scheinen derzeit widerlegt. Deschamps stellte klar, dass Mbappé sehr wohl wisse, wie man verteidigt, und auch bei Konditionsübungen stets der Erste sei. Die Spielfreude der Franzosen beeindruckte auch Schwedens Trainer Graham Potter, der angab, noch kein besseres Team bei diesem Turnier gesehen zu haben.
Die Deschamps-Elf zeigte gegen Schweden eine Demonstration ihrer Stärke und bescherte ihrem Coach einen emotionalen Moment. Die deutsche Nationalmannschaft hatte am Vortag ein Achtelfinale am 4. Juli in Philadelphia ausgeschlagen, was ein Duell mit dem Erzrivalen Frankreich zum 250. Geburtstag der USA in der Geburtsstadt der amerikanischen Demokratie hätte sein können.
Die beeindruckende Leistung der französischen Mannschaft beim 3:0 gegen Schweden unterstreicht ihre Ambitionen, den Weltmeistertitel zu erringen.
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Source: sport.orf.at