Die USS Tripoli, ein Mehrzweck-Landungsschiff und das Flaggschiff eines Flottenverbands, wurde 2012 bestellt und 2020 in Dienst gestellt. Mit einer Länge von 257 Metern und einer Breite von 32 Metern verdrängt das Schiff rund 45.700 Tonnen. An Bord befinden sich etwa 2500 US-Soldaten, die Teil der 31st Marine Expeditionary Unit (MEU) sind, einer schnell reagierenden Truppe, die für amphibische Boden- und Luftkämpfe ausgebildet ist.
Die USS Tripoli hat den japanischen Stützpunkt Sasebo verlassen und ist auf dem Weg in die Kriegsregion. Die MEU wird voraussichtlich in 10 bis 15 Tagen die Straße von Hormus erreichen. Diese Wasserstraße ist entscheidend, da sie als lebenswichtige Schlagader gilt, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird.
Die USS Tripoli kann mehrere Fluggeräte, darunter F-35B-Kampfjets und AH-1Z-Kampfhubschrauber, transportieren und kann bei Bedarf zu einem „Lightning Carrier“ umgerüstet werden. Dies gibt den US-Streitkräften eine strategische Flexibilität in der Region.
Die Insel Kharg, die als die „ökonomische Lebensader“ des Iran bekannt ist, spielt eine zentrale Rolle für die iranischen Ölexporte, da dort rund 90 Prozent der Exporte abgewickelt werden. Die Infrastruktur zur Verarbeitung des Rohöls auf Kharg wurde bisher nicht getroffen, was die Bedeutung dieser Region unterstreicht.
Die Situation in der Straße von Hormus ist angespannt, da die lebenswichtige Wasserstraße seit Beginn des laufenden Iran-Kriegs am 28. Februar unter Beschuss steht. Irans Blockade der Straße hat bereits zu einem Rückgang des Schiffsverkehrs um 97 Prozent geführt.
Donald Trump äußerte sich zu den möglichen Folgen einer Eskalation in der Region und erklärte: „Die Zerstörung des ‚Kronjuwels‘ würde den Iran schwer treffen, aber dadurch auch die globalen Ölpreise verrückt spielen lassen.“ Diese Aussagen verdeutlichen die globalen wirtschaftlichen Implikationen eines Konflikts in dieser strategisch wichtigen Region.
Details zur genauen Natur der Mission der 31st MEU wurden nicht offengelegt. Unklar ist auch, wie eine mögliche Belagerung der Insel Kharg aussehen könnte. Die Situation bleibt angespannt und Beobachter verfolgen die Entwicklungen genau.