Wimbledon: Merz besuchte Zverev in der Umkleide - BILD
Nach seiner Finalniederlage in Wimbledon gegen Jannik Sinner erhielt Alexander Zverev Besuch in der Umkleidekabine. Bundeskanzler Friedrich Merz, der das Endspiel zuvor aus der Royal Box verfolgt hatte, sprach mit dem deutschen Tennisstar. Zverev äußerte sich im Anschluss positiv über den Besuch und sagte, es sei schön gewesen, dass Merz da war.
Merz hatte das Spiel zusammen mit seiner Frau Charlotte aus der Royal Box verfolgt und saß dabei in der Nähe von Prinz William. Nach dem Match teilte der CDU-Politiker auf Instagram seine Eindrücke mit, lobte das Weltklasse-Tennis und bedankte sich bei Zverev für seinen Einsatz. Er gratulierte zudem Sinner zum Titelgewinn.
Zverevs Dankesworte und die Royal Box
Nach dem Finale überreichte Prinzessin Kate die Trophäen an Zverev und Sinner. Nachdem Zverev die Schale für den Zweitplatzierten erhalten hatte, richtete er in seiner Dankesrede Worte an die Royal Box. Er betonte, dass es etwas Besonderes sei, auf dem Centre Court zu spielen, was auch an der Royal Box liege, in der bei jedem Match, besonders aber im Finale, viele außergewöhnliche Persönlichkeiten säßen.
Zverev hob hervor, dass es eine große Ehre sei, vor den anwesenden Persönlichkeiten, einschließlich Ihrer Hoheit, zu spielen. Er bezeichnete den Centre Court als den einzigartigsten Tennisplatz der Welt und betonte, dass die Royal Box ihn noch besonderer mache. Er bedankte sich für die Möglichkeit, dort spielen zu dürfen.
Internationale Pressestimmen zum Finale
Die internationale Presse kommentierte das fast vierstündige Match zwischen Zverev und Sinner. Britische Medien wie „The Sun“ hoben Sinners knallharte Vorstellung hervor, während „The Telegraph“ feststellte, dass Sinner Zverevs Widerstand brach und zu gnadenlos war. Trotz der Niederlage zeigte Zverev laut „The Telegraph“, dass er nun auf allen Belägen um den Titel mitspielen kann.
„The Mirror“ merkte an, dass Zverev, der gerade erst dem Kreis der Grand-Slam-Sieger beigetreten war, seinen Erfolg von Paris nicht bestätigen konnte. „The Guardian“ bezeichnete Sinner als den „Boss“, der seine Krone auf dem Centre Court von Wimbledon verteidigte. Die Zeitung hob Sinners präzise Schläge, seinen wuchtigen Aufschlag und seinen aufblühenden Einfallsreichtum hervor.
Italienische Zeitungen feierten Sinners Sieg. „Gazzetta dello Sport“ schrieb von einem Sieg in vier Sätzen gegen einen Zverev, der selten so nah dran und so gefährlich war. „Tuttosport“ sprach von Sinners legendärem Triumph und einer Aufholjagd, während „Corriere dello Sport“ Sinner als „König Sinner II“ bezeichnete, der Wimbledon zum zweiten Mal in Folge gewann.
Französische Medien wie „Le Parisien“ betonten, dass Sinner nach einem Jahr ohne Grand-Slam-Titel seine Krone verteidigt habe, auch wenn er leiden musste, um Zverev zu bezwingen. „L’Équipe“ titelte schlicht: „Der König ist Italiener.“ Spanische Zeitungen wie „Mundo Deportivo“ hoben hervor, dass Sinner seinen Titel in Wimbledon verteidigte, nachdem er einen außergewöhnlichen Zverev niedergerungen hatte.
„Sport“ bemerkte, dass die Rivalität zwischen Sinner und Carlos Alcaraz weiterhin keinen Platz für andere lasse, auch nicht für Zverev. Schweizer Medien wie der „Tages-Anzeiger“ schrieben, Zverev habe das Tennis seines Lebens gespielt und trotzdem verloren. „Blick“ kommentierte, dass Sinner seine Wimbledon-Regentschaft verlängere. Österreichische Zeitungen wie die „Kronen Zeitung“ bezeichneten Sinner als Wimbledon-König, während der „Kurier“ das Finale als würdig beschrieb.

Zverevs anerkennende Worte für Sinners Team
Trotz der Niederlage zeigte Alexander Zverev nach dem Match Größe und richtete bewegende Worte an seinen Gegner und dessen Team. Er begann seine Rede mit einem humorvollen Satz: „Jannik, ich mag dich nicht mehr“, was das Publikum amüsierte. Er lobte Jannik Sinner und sagte, dieser habe einmal mehr gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist.
Zverev wandte sich auch an Sinners Trainer Darren Cahill und Simone Vagnozzi. Er hob hervor, dass sie als Team die Nummer eins seien, obwohl sie außerhalb der Top Ten begonnen und sich ihren Weg nach oben erarbeitet hätten. Diese Worte rührten Sinners Trainer emotional, und beide hatten Tränen in den Augen.
Anschließend bedankte sich Zverev bei seinem eigenen Team. Er sprach von zwei guten Monaten, trotz der Finalniederlage, und erinnerte an den Sieg bei den French Open Anfang Juni. Dies war der erste Grand-Slam-Titel für den deutschen Sportler. Er betonte, dass er den Schwung aus Paris mit nach Wimbledon genommen habe, wo er zuvor nur das Achtelfinale erreicht hatte und nun direkt ins Finale einzog. Zverev bedankte sich bei seinen Trainern und sagte, dass er mit jetzt 29 Jahren zum ersten Mal daran geglaubt habe, in Wimbledon gewinnen zu können.

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Source: bild.de