Tennis: Schock-Szene im Finale von Wimbledon: So steht es um das Knie von Alexander Zverev - BILD
Schock-Moment im Finale
Im Finale von Wimbledon kam es zu einem beunruhigenden Vorfall, als Alexander Zverev während des dritten Satzes wegrutschte und sich am rechten Knie verletzte. Die Szene ereignete sich, als der Hamburger nach einem Ball hechtete, zu Boden ging und sich sofort an sein Knie fasste. Die Erleichterung unter den 15.000 Zuschauern war spürbar, als Jannik Sinner zu ihm eilte, sich nach seinem Zustand erkundigte und ihm schließlich half, wieder aufzustehen.
Trotz des Sturzes konnte Zverev das Match fortsetzen, allerdings mit sichtbaren Einschränkungen. Nach dem Vorfall gewann er im dritten Satz kein Spiel mehr und verlor diesen mit 3:6, gefolgt von einem 4:6 im vierten Satz. Zuvor hatten beide Spieler jeweils einen Tiebreak gewonnen, was die Ausgeglichenheit des Matches unterstrich.
Zverevs Einschätzung und weitere Pläne
Zverev äußerte sich nach dem Spiel zu seiner Verletzung. Er erklärte, dass er Schwierigkeiten hatte, sich beim Aufschlag abzudrücken, was seine Aufschlaggeschwindigkeit beeinträchtigte. Abgesehen davon habe er sich jedoch gut von der Grundlinie bewegt. Seine schnelle Diagnose deutete darauf hin, dass es sich nicht um eine so schwere Verletzung wie einen Knochenbruch handelte, den er sich vor zwei Jahren zugezogen hatte. Er vermutete, dass das Knie überdehnt sei und Knochen auf Knochen geprallt sei, da es etwas angeschwollen war, er aber normal gehen konnte.
In den kommenden Tagen wird Zverev sein Knie untersuchen lassen. Er plant, sich zunächst einige Tage freizunehmen, bevor er sich auf die US Open vorbereitet, die ab dem 30. August beginnen. Auch die Masters-Turniere in Montreal und Cincinnati stehen auf seinem Programm, für die er motiviert zu sein scheint. Seine Stimmung nach der Finalniederlage wurde als gelassen beschrieben, und er konnte bereits wieder lachen. Er betonte, dass die Niederlage durch seinen Sieg bei den French Open besser zu verkraften sei und er ein fantastisches Match und Turnier gespielt habe.
Internationale Pressestimmen zum Finale
Die internationale Presse würdigte die Leistungen beider Finalisten. In Großbritannien schrieb „The Sun“, dass Jannik Sinner sich zurückkämpfte und Alexander Zverevs Wimbledon-Traum beendete. „The Telegraph“ hob hervor, dass Sinner seinen Titel im Herreneinzel erfolgreich verteidigte. „The Mirror“ merkte an, dass Zverev seinen Erfolg von Paris nicht bestätigen konnte.
In Italien feierten die Zeitungen Sinner. Die „Gazzetta dello Sport“ kommentierte, dass Sinner es in vier Sätzen gegen einen selten so gefährlichen Zverev geschafft habe. „Tuttosport“ sprach von Sinners legendärem Triumph und einem historischen Double. Der „Corriere dello Sport“ nannte Sinner „König Sinner II“ und betonte seinen zweiten Wimbledon-Sieg in Folge.
Französische Medien wie „Le Parisien“ bezeichneten Sinner als den „Boss“, der seine Krone auf dem Centre Court von Wimbledon verteidigt habe. „L’Équipe“ titelte schlicht: „Der König ist Italiener.“ Spanische Zeitungen wie „Mundo Deportivo“ hoben hervor, dass Sinner der zehnte Profi wurde, der seinen Titel in Wimbledon verteidigte, nachdem er einen außergewöhnlichen Zverev bezwungen hatte. Aus der Schweiz berichtete der „Tages-Anzeiger“, dass Alexander Zverev das Tennis seines Lebens spielte, aber trotzdem 7:6, 6:7, 3:6, 4:6 verlor. „Blick“ stellte fest, dass Sinner seine Wimbledon-Regentschaft verlängerte. Auch österreichische Medien wie die „Kronen Zeitung“ und der „Kurier“ würdigten Sinners Titelverteidigung und das hochklassige Finale, das 3:46 Stunden dauerte.
Nach der Siegerehrung erhielt Zverev noch hohen Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz, der in die Umkleide kam, um mit ihm zu sprechen.
Read Also
Source: bild.de