Laporta: "Wir freuen uns sehr über Adeyemi"
Adeyemi wechselt nach Barcelona
Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, hat den bevorstehenden Transfer von Karim Adeyemi von Borussia Dortmund offiziell bestätigt. Die Bestätigung erfolgte in Dallas am Rande der Fußball-WM gegenüber spanischen Medien. Laporta äußerte sich erfreut über die Verpflichtung des Spielers und hob die Arbeit von Sportdirektor Deco hervor, der den Transfer abgewickelt hat.
Adeyemi, der als gefährlich und schnell beschrieben wird, stand schon länger im Fokus des katalanischen Klubs. Die Nachricht über den Wechsel kam laut Laporta genau zum richtigen Zeitpunkt. Zuvor hatte Borussia Dortmund den Spieler bereits für Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt.
Details zum Transfer und Vertrag
Medienberichten zufolge haben sich beide Vereine auf eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro geeinigt. Darüber hinaus könnte Borussia Dortmund durch Bonuszahlungen weitere 9 Millionen Euro erhalten. Eine Weiterverkaufsklausel von 35 Prozent wurde ebenfalls vereinbart, was dem BVB zukünftige Einnahmen sichern könnte.
In Katalonien soll Karim Adeyemi einen Fünfjahresvertrag erhalten. Sein Vertrag beim BVB wäre noch bis 2027 gelaufen. Borussia Dortmund hatte den gebürtigen Münchner einst für 30 Millionen Euro von Red Bull Salzburg verpflichtet. Laut „Sky“-Infos wird Adeyemi pro Saison 6 Millionen Euro netto verdienen.
Die Verpflichtung von Adeyemi macht ihn zum neunten deutschen Spieler in der Geschichte des FC Barcelona. Trotz der kurzen Restvertragslaufzeit des Spielers beim BVB erhält Borussia Dortmund eine respektable Ablöse für seinen drittwertvollsten Profi.

Flicks Kaderplanung und weitere Transfers
Der Flügelspieler Karim Adeyemi kennt seinen neuen Trainer Hansi Flick gut. Flick berief Adeyemi im September 2021 erstmals in die deutsche Nationalmannschaft, für die er bisher elf Länderspiele bestritt. Die WM in diesem Sommer verpasste Adeyemi jedoch.
Mit der Verpflichtung von Adeyemi verstärkt Barcelona seine Offensive erheblich. Die Katalanen investierten bereits 80 Millionen Euro in Flügelstürmer Anthony Gordon, der wie Adeyemi auf beiden Außenbahnen sowie im Sturmzentrum eingesetzt werden kann. Trainer Hansi Flick kann auf den Flügeln zudem auf Spieler wie Lamine Yamal und Raphinha zurückgreifen. Laporta betonte, dass Raphinha nicht verkauft werden soll, da er ein wichtiger Pfeiler der Mannschaft sei.
Laporta sprach auch über weitere Transferaktivitäten des Vereins. Ein möglicher Sturm aus Alvarez, Lamine Yamal, Raphinha, Gordon und Adeyemi hätte aktuell einen Marktwert von 475 Millionen Euro. Der komplette Kaderwert des BVB beträgt derzeit 462 Millionen Euro ohne Adeyemi.
Der FC Barcelona buhlt seit Wochen um die Dienste von Atlético Madrids Mittelstürmer Julián Alvarez. Laporta bestätigte, dass ein hohes Angebot abgegeben wurde, das jedoch nicht unbegrenzt gültig sei. Robert Lewandowski, der drei Jahre lang ein Schlüsselspieler war, ist ablösefrei zum Chicago Fire FC gewechselt. Ferran Torres, dessen Vertrag beim BVB nur noch ein Jahr läuft, wird mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht.
Laporta stellte klar, dass Barcelona bei den Verhandlungen um Alvarez keinen zusätzlichen Druck ausüben werde, sondern lediglich signalisiert habe, dass das Angebot bestehen bleibe, bis Atlético eine Alternative gefunden hat.
Die Nachricht über den Transfer von Karim Adeyemi wurde bekannt, nachdem Borussia Dortmund den Spieler für Gespräche freigestellt hatte.
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Source: t-online.de