WM-News: Madrid rüstet sich - spanische Mega-Party nach dem WM-Sieg
Nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist die spanische Nationalmannschaft in Madrid gelandet. Die Ankunft des Siegerfliegers am Montagnachmittag um 14.33 Uhr am Flughafen Madrid-Barajas markierte den Beginn eines ausgedehnten Feier-Marathons in der spanischen Hauptstadt. Ursprünglich war die Landung für eineinhalb Stunden früher geplant gewesen.
Tausende Fans hatten bereits seit den frühen Morgenstunden am Flughafen gewartet, um ihre Helden zu begrüßen. Unter den Spielern, die gefeiert wurden, waren Ferran Torres, der das Siegtor erzielte, Jungstar Lamine Yamal und Kapitän Rodri. Die spanische Mannschaft hatte im Finale Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung besiegt.
Empfänge und Feierlichkeiten
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Empfang der Mannschaft im Königspalast La Zarzuela am Stadtrand von Madrid durch König Felipe VI., der bereits beim Finale im MetLife-Stadium in New Jersey anwesend war. Anschließend sollte das Team von Trainer Luis de la Fuente gegen 18.00 Uhr von Ministerpräsident Pedro Sánchez in dessen Regierungssitz begrüßt werden.
Im Anschluss an die offiziellen Empfänge war eine große Feier am berühmten Cibeles-Brunnen geplant. Die Behörden erwarteten am Montag bis zu einer Million Menschen im Zentrum von Madrid. Die Spieler sollten in einem offenen Bus durch die Stadt fahren, wo Hunderttausende entlang der Straßen und insbesondere auf dem Cibeles-Platz erwartet wurden. Dort sollte ab 18.00 Uhr Musik gespielt werden, bevor der Bus mit der Mannschaft gegen 21.00 Uhr eintreffen sollte.
Regionale Identität bei der Siegerehrung
Bei der Siegerehrung zeigten viele Spieler ihre Verbundenheit zu ihren Heimatregionen. Anstatt der spanischen Nationalflagge präsentierten sie Fahnen ihrer Herkunftsstädte und -regionen. Gavi, geboren in Los Palacios y Villafranca in Andalusien, nahm seine Medaille in eine grün-weiße andalusische Fahne gehüllt entgegen. Auch sein Teamkollege Fabian Ruiz präsentierte die andalusische Flagge.
Borja Iglesias, der aus Santiago de Compostela stammt, wickelte sich eine Fahne Galiciens um. Ferran Torres, der das entscheidende Tor erzielte und aus Foios bei Valencia stammt, schwenkte die Fahne dieser Region. Pedri und Yeremi zeigten mit der Fahne der Kanaren ihre Herkunft von den Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Dani Olmo, aus Terrassa, einer Stadt nordwestlich von Barcelona, feierte mit der Fahne seiner Heimatstadt.

Nachwirkungen und weitere Nachrichten
Der Triumph im WM-Finale führte dazu, dass Spanien die Führung in der FIFA-Weltrangliste übernahm. Die Rangliste wurde einen Tag nach dem Sieg gegen Argentinien veröffentlicht, wodurch die Südamerikaner den Spitzenplatz, den sie kurz vor Turnierbeginn innehatten, wieder abgeben mussten und auf Rang zwei fielen. Frankreich blieb Dritter, gefolgt vom WM-Dritten England.
Ein tragisches Ereignis überschattete die Feierlichkeiten in der westspanischen Gemeinde Ciudad Rodrigo, wo ein 13-Jähriger bei einer Siegesfeier ums Leben kam. Er wurde von der zentralen Steinsäule eines Brunnens erschlagen, die unter dem Gewicht mehrerer Jungen umstürzte. Zwei weitere Personen wurden dabei verletzt.
Nach dem Finale kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Argentiniens Routinier Nicolas Otamendi und Spaniens Kapitän Rodri. Otamendi warf Rodri vor, während des Turniers bei den Schiedsrichtern gejammert zu haben. Rodri, der zum besten Spieler der WM gekürt wurde, reagierte überrascht auf die Vorwürfe.
Die neuen Weltmeister erhielten erstmals Championship-Ringe als Auszeichnung, ähnlich dem Vorbild großer US-Profiligen. FIFA-Präsident Gianni Infantino veröffentlichte ein Video, das zeigte, wie er den spanischen Turniersiegern in der Kabine sowohl die Ringe als auch Miniatur-Ausgaben des WM-Pokals überreichte. Insgesamt sollen 2026 nummerierte Weltmeisterringe hergestellt werden, davon 30 für die tatsächlichen Weltmeister, die anderen für Fans weltweit.
In einer weiteren Nachricht trennte sich Belgien trotz des Viertelfinal-Einzugs bei der Fußball-WM von Trainer Rudi Garcia. Sein bis Ende Juli gültiger Vertrag wurde nicht verlängert. Als Favorit auf seine Nachfolge wird der frühere Bayern-Star Mark van Bommel gehandelt. Garcia hatte das Amt Anfang 2025 übernommen und das Team um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku bis ins Viertelfinale geführt, wo sie 1:2 gegen den späteren Weltmeister Spanien ausschieden.
Englands Kapitän Harry Kane verteidigte seinen Trainer Thomas Tuchel nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille. Kane bezeichnete Tuchel als „fantastischen Trainer“ und betonte, dass dieser aus seinem ersten großen Turnier lernen werde. Tuchels Vertrag läuft bis nach der Heim-EM 2028.
Der DFB-Elf rutschte durch das Ausscheiden im Sechzehntelfinale aus den Top Ten der Weltrangliste und belegt nun Rang 12. Norwegen hingegen legte den größten Sprung aller Turnierteilnehmer hin und rückte durch den Einzug ins Viertelfinale um zwölf Ränge auf Position 19 vor.
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Source: sportschau.de