WM 2026: SPANIEN WELTMEISTER! Final-Krimi gegen Argentinien in 106. Minute entschieden - BILD
Spanien hat sich in einem packenden Finale gegen Argentinien den Weltmeistertitel gesichert. Das entscheidende Tor fiel in der 106. Minute der Verlängerung. Das Spiel fand im MetLife Stadium in East Rutherford vor den Toren New Yorks statt und endete 1:0.
Der eingewechselte Ferran Torres erzielte den Siegtreffer für die Spanier. Nach einer Flanke von Pedro Porro legte Nico Williams den Ball zu Torres zurück, der aus kurzer Distanz unter die Latte traf. Dieser Treffer besiegelte den zweiten WM-Titel für Spanien in ihrer Geschichte.
Für Argentinien und Superstar Lionel Messi endete das Turnier mit Enttäuschung. Messi, der im Finale mit 39 Jahren antrat, konnte die Niederlage seines Teams nicht verhindern. Die Partie war lange Zeit von taktischem Spiel geprägt, mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten.
Das Spielgeschehen und die entscheidenden Momente
Das Finale begann um 21:06 Uhr MESZ und war in der ersten Halbzeit arm an Höhepunkten. Es gab die wenigsten Torschüsse in einer ersten Halbzeit des gesamten Turniers. Spanien kontrollierte zwar Ball und Gegner, konnte aber zunächst keine Tore erzielen. Argentinien hatte über fast 120 Minuten keinen einzigen Torschuss.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit, in der 90.+3 Minute, erhielt Enzo Fernández von Argentinien die Gelb-Rote Karte, wodurch Spanien in Überzahl spielte. Dies verschaffte den Europameistern einen Vorteil für die Verlängerung.

In der Verlängerung nutzte Spanien die Überzahl und die frischen Kräfte der Einwechselspieler. Nach dem Treffer von Torres brachen Jubel und Ekstase bei den Spaniern aus, während Messi und seine Teamkollegen ihre Tränen nicht zurückhalten konnten. Der spanische Trainer Luis de la Fuente äußerte sich stolz über die Leistung seiner Mannschaft und betonte den Zusammenhalt des Teams.
Showprogramm und Rekorde rund um das Finale
Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war von Beginn an als XXL-Event angelegt. Das Finale wurde von einer aufwendigen Halbzeitshow begleitet, die erstmals in der Geschichte eines WM-Endspiels stattfand. Die Show dauerte 27 Minuten und 23 Sekunden, was 12 Minuten länger war als bei einem normalen Fußballspiel.
Pop-Star Madonna eröffnete die Halbzeitshow und wurde von den ehemaligen brasilianischen Spielern Ronaldo und Ronaldinho zum Spielfeld gefahren. Weitere Auftritte gab es von der K-Pop-Band BTS, Justin Bieber und Shakira. Die Abschlusszeremonie begann bereits über eine Stunde vor Anpfiff mit 45 Trommlern und musikalischen Einlagen von IShowSpeed, Post Malone und Swae Lee. Jennifer Hudson sang die US-Hymne.

Auf der Tribüne verfolgten unter anderem US-Präsident Donald Trump, das spanische Königspaar, sowie die spanischen Legenden Andrés Iniesta, Xavi, Iker Casillas und Carlos Puyol das Spektakel. Auch Joan Capdevila, ein weiterer Weltmeister von 2010, konnte nach anfänglichen Einreiseproblemen das Finale besuchen.
Die FIFA rechnete mit Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar für das Turnier, was die ursprünglichen Erwartungen von 11 Milliarden Dollar deutlich übertraf. Die Weltmeisterschaft zog insgesamt 6,7 Millionen Fans in die Stadien.
Generationen-Duell und Messis Zukunft
Das Finale wurde auch als Generationen-Duell zwischen dem spanischen Jungstar Lamine Yamal und Lionel Messi betrachtet. Yamal, der 19 Jahre alt ist, setzte sich gegen den 20 Jahre älteren Messi durch. Eine besondere Vorgeschichte verbindet die beiden: Im Jahr 2007 badete der damals 20-jährige Messi den erst fünf Monate alten Yamal für einen UNICEF-Kalender.
Für Messi war es das 34. WM-Spiel, und es wird spekuliert, ob es sein letztes war. Bei der nächsten Weltmeisterschaft im Jahr 2030 wäre er 43 Jahre alt. Im Kampf um den Goldenen Schuh hatte Messi mit acht Toren gegenüber Kylian Mbappé, der zehn Tore erzielte, das Nachsehen.

Die spanische Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente stellte mit nun 38 ungeschlagenen Spielen in Serie einen Rekord auf. In den acht Partien in Nordamerika kassierte das Team lediglich einen Gegentreffer. Ministerpräsident Pedro Sánchez würdigte das Team als „einzigartig“ und als Beispiel für ein Spanien, das auf das Kollektiv setzt.
Die Anspannung in Madrid war vor dem Finale groß. Fans versammelten sich in der ganzen Stadt, und Einzelhändler wie El Corte Inglés, Carrefour, Leroy Merlin und Ikea schlossen ihre Filialen früher, damit die Mitarbeiter das Spiel verfolgen konnten. Die Stadt hatte zwei Fan-Zonen im Freien und eine im „Movistar“-Zentrum eingerichtet, um Tausenden Fans das Public Viewing zu ermöglichen.
Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann bezeichnete die Weltmeisterschaft als „faszinierend“ und „Megaturnier“, das am Sonntagabend zu Ende ging.
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Source: bild.de