Fußball-WM - Scaloni gegen De la Fuente: Schüler trifft Lehrmeister - Sport
Wiedersehen im WM-Finale
Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt eine besondere Konstellation mit sich: Lionel Scaloni, der Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, trifft auf seinen ehemaligen Lehrer Luis de la Fuente, den Nationalcoach Spaniens. Dieses Duell zwischen Schüler und Lehrmeister findet am Sonntagabend um 21 Uhr deutscher Zeit im New York/New Jersey-Stadion in East Rutherford statt.
De la Fuente erinnert sich noch genau an Scaloni aus dessen Zeit als Student im Trainerlehrgang des spanischen Verbandes. Scaloni saß damals in der ersten Reihe und zeigte bereits eine besondere Unruhe, forderte heraus und diskutierte. Diese Erinnerungen liegen etwa neun Jahre zurück, als Scaloni seinen Trainerschein in einem Sonderprogramm absolvierte, dessen Spezialgebiet Taktik war und de la Fuente sein Lehrer war.
Die beiden Trainer verbindet längst mehr als nur eine berufliche Beziehung. Scaloni beschreibt sie als Freunde und betont, dass sie ähnliche Muster in ihrem Spiel haben und beide versuchen, stark mit dem Ball zu sein. Auch de la Fuente hebt hervor, dass sie viele gemeinsame Konzepte, Werte und Prinzipien teilen.
Argentinien gegen Spanien: Eine historische Begegnung
Das bevorstehende WM-Finale ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Trainer in einem Spiel. Beide sind sich einig, dass es eine gute Show werden wird, wobei de la Fuente sogar von einer großartigen Show spricht. Auf der einen Seite steht die spanische Mannschaft, bekannt für ihr hohes Pressing, schnelle Ballzirkulationen und Spieler, die sich seit ihrer Kindheit kennen. Auf der anderen Seite präsentiert sich das reife argentinische Team, das sich auf jeden Gegner einstellen kann und mit Lionel Messi einen Ausnahmespieler in seinen Reihen hat.
Für Argentinien wäre ein Sieg der zweite WM-Titel in Folge, nachdem die „Albiceleste“ bereits 2022 im Finale Frankreich besiegen konnte. Das letzte WM-Duell zwischen Spanien und Argentinien liegt 60 Jahre zurück. Im Jahr 1966 trafen die beiden Nationen in der Vorrunde aufeinander, wobei Argentinien das Spiel mit 2:1 für sich entschied.

Die Verbindung von Scaloni zu Spanien ist tiefgreifend. Obwohl er Argentinier mit italienischen Wurzeln ist, lebt er auf Mallorca und seine Frau ist Spanierin. Trotz dieser persönlichen Bindung betonte der 48-Jährige, dass er am Sonntag versuchen werde, Spanien zu schlagen. Seine Spielerkarriere verbrachte er größtenteils in Spanien, nachdem er im Dezember 1997 zu Deportivo La Coruña wechselte. Während einer Leihe zum RCD Mallorca lernte er seine Frau Elisa Montero kennen. Das Paar hat zwei Söhne, und Scaloni hält sich mit Informationen über sein Privatleben weitestgehend zurück.
Übertragung des WM-Finales
Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Argentinien wird live im ZDF und bei MagentaTV übertragen. Die Vorberichterstattung bei MagentaTV beginnt bereits um 18:30 Uhr deutscher Zeit. Durch die Sendung führen Johannes B. Kerner und Laura Wontorra. Als Experten sind Tabea Kemme, Thomas Müller, Mats Hummels und Jürgen Klopp im Einsatz. Wolff Fuss kommentiert das Finale, während sich Jan Henkel und Patrick Owomoyela aus München melden.
MagentaTV bietet zudem zwei zusätzliche Optionen an: Auf TV2 analysieren Benni Zander und Tobias Schweinsteiger die Partie taktisch. Auf dem Überraschungskanal TV3 begleiten Rick Goldmann und Basti Schwele das Finale. Das ZDF startet seine Übertragung um 19:30 Uhr. Moderiert wird die Sendung zunächst von Katrin Müller-Hohenstein, mit Friederike Kromp und Christian Streich als Experten. Vor Ort im Stadion in New York/New Jersey sind Jochen Breyer, Per Mertesacker und Christoph Kramer. Das Finale wird von Oliver Schmidt kommentiert.
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Source: sueddeutsche.de