Pogacar schreibt Geschichte bei der Tour de France - BILD
Pogačar schreibt Radsport-Geschichte
Tadej Pogačar hat am 26. Juli 2026 seinen fünften Gesamtsieg bei der Tour de France auf den Pariser Champs-Élysées gefeiert. Der Slowene, der für das Team UAE Emirates-XRG fährt, brachte das Gelbe Trikot auf der verkürzten Schlussetappe sicher ins Ziel. Mit diesem Erfolg reiht sich der 27-Jährige in eine Riege von Radsport-Legenden ein, die ebenfalls fünfmal die Tour de France gewonnen haben.
Zu diesen Fahrern gehören Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Pogačar ist der jüngste dieser fünf Profis, der seinen fünften Triumph bei der Tour de France erzielt hat. Er äußerte sich nach dem Rennen begeistert über die Atmosphäre und den Erfolg, den er als unglaublich bezeichnete.
Der Rückstand des zweitplatzierten Remco Evenepoel vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe betrug 6:26 Minuten. Den dritten Gesamtrang belegte Pogačars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko, der 9:42 Minuten zurücklag und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers gewann.
Etappensieg und weitere Auszeichnungen
Der Tagessieg auf der letzten Etappe ging an den Niederländer Mathieu van der Poel. Er attackierte zehn Kilometer vor dem Ziel der hügeligen Schlussetappe, die dreimal über den Pariser Stadtberg Montmartre führte. Pogačar konnte ihm zunächst folgen, musste aber im Zielsprint abreißen lassen.
Van der Poel konnte seinen zweiten Etappensieg mit geringem Vorsprung über die Ziellinie retten, während das Verfolgerfeld aufschloss. Jasper Philipsen wurde Zweiter, gefolgt von Mads Pedersen auf dem dritten Platz. Der deutsche Sprinter Max Kanter belegte den vierten Platz.

Die 21. und letzte Etappe war aufgrund von Waldbränden in Frankreich von 133 auf 89 Kilometer verkürzt worden. Die ursprünglich geplante Strecke vom Vorort Thoiry in die französische Hauptstadt konnte nicht vollständig abgesichert werden, da Polizeikräfte zur Bekämpfung der Brände im Südwesten des Landes eingesetzt wurden. Der Anstieg zur Basilika Sacré-Cœur blieb jedoch Teil der Strecke und zog erneut zahlreiche Zuschauer an.
Das grüne Trikot des besten Sprinters sicherte sich der Däne Mads Pedersen vom Team Lidl Trek. Der Ecuadorianer Richard Carapaz gewann das gepunktete Bergtrikot und wurde zudem als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Isaac del Toro, Pogačars Teamkollege, ist der Nachfolger von Florian Lipowitz im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers.
Deutsche Beteiligung und Zukunftsaussichten
Als bester deutscher Fahrer beendete Felix Engelhardt, der Deutsche Meister, die Tour auf dem 70. Platz. Das Team Lidl Trek gewann die Mannschaftswertung, jedoch ohne deutsche Fahrer im Aufgebot. Neben Lidl Trek war auch Red Bull-Bora-hansgrohe als zweites deutsches Team vertreten.
Pogačar hatte sich über drei Wochen als der stärkste Fahrer der Tour präsentiert, was er zuletzt am Freitag mit einem Aufstieg nach Alpe d’Huez in Rekordzeit unter Beweis stellte. Das Ausscheiden von Klassementfahrern wie Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz hatte lediglich Auswirkungen auf die Platzierungen zwei und drei.
Es wird berichtet, dass Pogačar dem spanischen König Felipe VI. zugesagt haben soll, ab dem 22. August bei der Vuelta zu starten. Pogačar äußerte jedoch, dass er zunächst den aktuellen Tag genießen möchte.
Die Sieger-Pressekonferenz fand nach der letzten Etappe statt, da der Anstieg zur Sacré-Cœur noch zu viele unvorhergesehene Ereignisse ermöglichen könnte. Tänzerinnen des Moulin Rouge waren ebenfalls auf der Straße zu sehen.
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Source: bild.de