Besucherredkord bei Finals 2026 in Hannover: 480.000 sahen das Sportevent - HAZ
Erfolgreiche Finals 2026 in Hannover
Die Finals 2026 in Hannover haben mit rund 480.000 Zuschauern vor Ort einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Die Verantwortlichen der Finals GmbH zogen bei der Abschluss-Pressekonferenz ein positives Fazit der Multisport-Veranstaltung. Trotz gelegentlicher Überfüllung von Sportstätten, die zu Schließungen führten, bezeichnete Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Veranstaltung als „Sommermärchen“ für die Stadt.
Die Stadt Hannover, das Land Niedersachsen und die Region beteiligten sich an der Finanzierung der Finals, deren Kosten sich auf rund 10 Millionen Euro beliefen. Der Oberbürgermeister hob hervor, dass die Kosten der Stadt bei 1,5 Millionen Euro lagen, was er angesichts des Werbewerts durch stundenlange Live-Übertragungen mit Millionenpublikum als „echtes Schnäppchen“ bezeichnete. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens zeigte sich Berichten zufolge begeistert von der Veranstaltung.
Die Finals umfassten eine Vielzahl von Sportarten, darunter Turnen, Schwimmen, Rapid Surfen, Leichtathletik, Gewichtheben, Bogenschießen, Breaking und Kanu. Einige dieser Disziplinen, wie das Gewichtheben, feierten in diesem Jahr ihre Premiere bei den Finals. Das Event zog viele Zuschauer an, auch bei schlechtem Wetter, wie beispielsweise bei den Kanu-Rennen auf dem Maschsee.
Sportliche Höhepunkte und lokale Erfolge
Sportler aus Niedersachsen konnten bei den Finals mehrere Medaillen gewinnen. Im Turnen holte Marcel Graf aus Rinteln Gold im Sprung. Der 35-jährige Hannoveraner Andreas Toba gewann Bronze am Reck und sicherte sich damit seine zweite Medaille nach Bronze im Mehrkampf. Glenn Trebing aus Hannover gewann ebenfalls Bronze am Barren. Andreas Toba, der seine internationale Karriere bereits beendet hatte und nun als Nachwuchstrainer tätig ist, trat in seiner Heimatstadt zum letzten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft an.
Im Schwimmen erfüllte Sven Schwarz aus Hannover seine Favoritenrolle im Kombinations-Wettbewerb Freistil und gewann Gold. Anika Weizel aus Osnabrück sicherte sich beim Rapid Surfen auf der Leinewelle die Silbermedaille. In der Leichtathletik, deren Wettbewerbe größtenteils im Ruhrgebiet stattfanden, holte Dorothea Gantert aus Laatzen Gold im Hochsprung und Yasmin Amaadacho aus Garbsen Bronze über 400m Hürden.
Dank der Erfolge im Turnen verbesserte sich Niedersachsen in der Länderwertung auf Platz 7. Diese Wertung, ähnlich der Nationenwertung bei Olympischen Spielen, ermittelt das erfolgreichste Bundesland basierend auf den Vereinen, für die die Sportler antreten. Baden-Württemberg führte die Wertung an, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.
Sicherheitskonzept und zukünftige Pläne
Ein gut sichtbares Sicherheitskonzept war während der Finals in Hannover implementiert. Awareness-Teams waren vor Ort präsent, um Besucher bei Problemen zu unterstützen, vertrauliche Gespräche zu ermöglichen und Rückzugsorte anzubieten. Diese Teams sind auf Anti-Diskriminierungs-Arbeit und Gewaltprävention spezialisiert. Die häufigsten Anfragen betrafen verlorene Kinder oder Eltern, die alle wiedergefunden werden konnten.
Angesichts des Erfolgs der Veranstaltung erwägt Hannover eine erneute Bewerbung für die Ausrichtung der Finals. Oberbürgermeister Belit Onay äußerte die Möglichkeit einer Bewerbung für die Jahre 2030 oder 2031. Für das Jahr 2030 hat sich bereits Dresden beworben, während Stuttgart im Jahr 2027 Gastgeber der Veranstaltung sein wird.
Die Beliebtheit einiger Sportarten führte zu hohem Andrang. So waren das Neue Rathaus, Veranstaltungsort für Breaking, und die Leinewelle für Rapid Surfen zeitweise komplett ausgelastet. Besucher mussten warten, bis andere das Gebäude verließen, oder wurden gebeten, nicht mehr zu den bereits vollen Veranstaltungsorten zu kommen. Die Entscheidungen im Rapid Surfen der Frauen begannen um 14.20 Uhr.

Die Finals in Hannover zeigten die Vielfalt des Sports und boten den Zuschauern spannende Wettkämpfe. Die Stadt plant, in dieser Woche die Kalender zu prüfen, um mögliche Zeitfenster für eine erneute Bewerbung für die Finals zu identifizieren.
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Source: ndr.de