Del Toro gibt zu: So schlimm war mein Zustand wirklich
Gesundheitliche Herausforderungen im Team UAE
Isaac Del Toro hat nach der 20. Etappe der Tour de France über seinen Gesundheitszustand gesprochen. Der mexikanische Fahrer räumte in Alpe d’Huez ein, dass er versucht habe, seine Schwäche zu verbergen. Er gab an, dass er zwar sagte, es gehe ihm gut, dies aber nicht der Wahrheit entsprach. Das Team UAE Team Emirates-XRG unterstützte ihn in dieser Phase.
Es sei kein Geheimnis, dass das Team während dieser Frankreich-Rundfahrt mit Krankheitsproblemen zu kämpfen hatte. Besonders vor der Alpen-Trilogie, die die 18. bis 20. Etappe umfasste, litten mehrere Fahrer des Teams an gesundheitlichen Schwierigkeiten. Adam Yates hatte beispielsweise auf dem 17. Teilstück Magenprobleme und beschrieb sein Leiden als sehr stark. Auch Tim Wellens berichtete von Halsschmerzen, Schleim und einem allgemeinen Unwohlsein.
Del Toro beschrieb die letzten drei Tage der Grand Tour als „sehr schmerzhaft“ für ihn, ohne jedoch die genaue Art seiner Erkrankung zu nennen. Trotz dieser Schwierigkeiten betonte er die Unterstützung seiner Teamkollegen. Sie hätten ihn sehr unterstützt, da sie wollten, dass er die Dinge erreicht, von denen er geträumt hatte. Mehr als die Hälfte des Teams sei jedoch weiterhin in Topform gewesen, darunter auch Tadej Pogacar, der an der Spitze der Gesamtwertung fuhr.
Pogacars Unterstützung und Del Toros Druck
Die Unterstützung durch seine Teamkollegen war für Del Toro von großer Bedeutung. Besonders Pogacar setzte sich für ihn ein, was Del Toro als etwas noch nie Dagewesenes beschrieb. Der 22-jährige Mexikaner war überwältigt von Pogacars Engagement, besonders angesichts der schweren Momente, die sie in dieser Woche durchgemacht hatten. Del Toro erwähnte, dass es nicht einfach gewesen sei, auf dem Podium zu landen, da er krank war und sich nicht gut fühlte.
Pogacar und Del Toro erreichten gemeinsam das Ziel in Alpe d’Huez, wobei Pogacar Del Toro dabei half, seinen Vorsprung auf Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) auf 2:12 Minuten auszubauen. Dies festigte Del Toros dritten Gesamtrang. Nils Politt lobte Del Toro und bezeichnete ihn als „Kronprinz Pogacars“. Pogacar selbst äußerte sich positiv über Del Toros Potenzial und betonte, dass sie ihm keinen Druck auferlegen würden, da er noch sehr jung sei und viel lerne.
Del Toro selbst gab zu, noch nie so viel Druck in seinem Leben verspürt zu haben, was sich auf den Kampf um das Podium und das Weiße Trikot bezog. Politt bestätigte, dass der Plan des Teams, insbesondere auf Wunsch Pogacars, darin bestand, Del Toro auf dem Podium zu halten. Pogacar verteidigte Del Toro nicht nur gegen Angriffe von Seixas, sondern sorgte auch dafür, dass das Team den Rückstand zur Spitzengruppe um Juan Ayuso (Lidl – Trek) nicht zu groß werden ließ.
Pogacar drückte seinen Respekt für die Arbeit seiner Teamkollegen aus und sagte, er habe nun noch mehr Achtung vor den Leistungen des Teams. Felix Großschartner bestätigte, dass er und Nils Politt die einzigen fitten Helfer gewesen seien, was die gesundheitlichen Herausforderungen im Team unterstreicht. Das Leiden habe sich jedoch gelohnt und in einem doppelten Erfolg für UAE in Alpe d’Huez geendet. Pogacar beschrieb den gemeinsamen Jubel mit Del Toro als einen unvergesslichen Moment.

Del Toro wird voraussichtlich am Sonntag mit dem Weißen Trikot des besten Jungprofis auf den Champs-Élysées einfahren, trotz aller sportlichen und außersportlichen Hürden, die sich ihm während dieser Frankreich-Rundfahrt in den Weg stellten.
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Source: eurosport.de