Bayerns Palhinha mit völlig überraschender Aussage zu seiner Zukunft - BILD
Palhinhas unerwartete Aussage
Nach dem Testspiel des FC Bayern gegen Wehen Wiesbaden, das mit einer 1:2-Niederlage endete, äußerte sich João Palhinha überraschend zu seinen Zukunftsplänen. Der Mittelfeldspieler, der einen gültigen Vertrag bis 2028 besitzt, erklärte auf dem Weg zum Mannschaftsbus, dass er seine Position beim Verein behalten möchte. Diese Aussage steht im Kontrast zu den jüngsten Entwicklungen und den öffentlichen Äußerungen des Vereins.
Zuvor hatte Sportdirektor Christoph Freund die Verkaufsabsicht des Vereins bezüglich Palhinha und Sacha Boey bekräftigt. Freund erklärte, dass beide Spieler zwar am Training teilnehmen, aber in den Planungen von Trainer Vincent Kompany keine große Rolle mehr spielen würden. Der Plan sei, dass sie ihre nächsten Schritte woanders gehen, um Einnahmen für den Klub zu generieren.
Vereinsstrategie und Transfermarkt
Freund betonte, dass ein fixer Transfer sowohl für Boey als auch für Palhinha bevorzugt werde. Eine erneute Leihe sei nicht der Plan, obwohl aktuell nichts ausgeschlossen werde. Er beschrieb beide Spieler als „sehr interessante Spieler, die einen Markt haben“ und vielen Mannschaften gut zu Gesicht stünden.
Die Haltung des Vereins, Spieler wie Palhinha zu verkaufen, wird durch Berichte untermauert, wonach Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf Spielerverkäufe drängt, um Einnahmen zu generieren. Der Fokus liegt dabei auf festen Verkäufen, nicht auf Leihgeschäften. Neben Palhinha und Boey stehen auch Bryan Zaragoza und Armindo Sieb im Fokus für mögliche Abgänge.
Die Bayern haben in diesem Sommer bereits über 100 Millionen Euro für Neuverpflichtungen wie Ismael Saibari und Nathaniel Brown ausgegeben. Auf der Zugangsseite wird sich laut Berichten voraussichtlich nicht mehr viel tun, wobei maximal ein weiterer Spieler verpflichtet werden soll, sofern keine ungewöhnlichen Umstände eintreten.
Die Münchner konnten in diesem Sommer bereits knapp 35 Millionen Euro durch Spielerverkäufe einnehmen. Dazu gehören die Transfers von Noël Aséko zu Eintracht Frankfurt für zwölf Millionen Euro, Daniel Peretz zum FC Southampton für acht Millionen Euro, Alexander Nübel zu Besiktas Istanbul für 6,25 Millionen Euro und Jonah Kusi-Asare zum FC Fulham für sechs Millionen Euro. Zudem wechselte Lovro Zvonarek für 1,5 Millionen Euro zu Estrela Amadora. Leon Goretzka und Raphael Guerreiro verließen den Verein ablösefrei.
Palhinhas Wende und frühere Absichten
Palhinhas Aussage, bleiben zu wollen, stellt eine drastische Wende dar. In den vergangenen Monaten schien es, als ob nicht nur der FC Bayern, sondern auch der Spieler selbst eine Trennung anstrebte. Es wurde berichtet, dass Palhinha die Absicht hatte, den deutschen Rekordmeister dauerhaft zu verlassen.
Ein Beleg dafür war eine Kaufoption für Tottenham Hotspur in Höhe von rund 30 Millionen Euro im Rahmen einer Leihe in der vergangenen Saison, die jedoch nicht gezogen wurde. Trotzdem deutete danach alles darauf hin, dass Palhinha einen Transfer zu einem anderen Verein forcieren würde. Sein Umfeld verhandelte zuletzt unter anderem mit Sporting und Benfica Lissabon sowie Aston Villa. Bislang konnten sich jedoch keine der interessierten Parteien mit den Bayern auf die Modalitäten eines Wechsels einigen. Palhinha schloss sich erst vergangenen Montag der Saisonvorbereitung der Münchner an.
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Source: bild.de