Formel 1: Ungarn GP – Norris vermasselt Hamilton-Party mit Zentimeter-Entscheidung - BILD
In einer knappen Entscheidung beim Qualifying für den Großen Preis von Ungarn sicherte sich Lando Norris die Pole Position. Der McLaren-Pilot verwies Lewis Hamilton um 0,012 Sekunden auf den zweiten Platz. Ursprünglich hatte Hamilton seinen Ferrari nach dem Qualifying auf dem Platz des Schnellsten abgestellt, musste diesen jedoch nach der Bekanntgabe der Ergebnisse räumen.
Für Hamilton, der sich zunächst auf P2 qualifiziert hatte, folgte später eine weitere Entwicklung: Er erhielt eine Strafe, die ihn auf Startplatz 5 zurückwarf. Dies führte dazu, dass Oscar Piastri die dritte Position in der Startaufstellung einnahm und Max Verstappen auf P4 vorrückte. George Russell rückte auf P6 vor und startet damit direkt vor seinem Mercedes-Teamkollegen.
Strafen und ihre Auswirkungen auf die Startaufstellung
Auch Andrea Kimi Antonelli, der WM-Führende, erhielt eine Startplatzstrafe. Aufgrund eines Vergehens im entscheidenden Abschnitt des Qualifyings muss er am Sonntag von P7 statt von P4 starten. Die Strafe resultierte aus einem Dreher von Max Verstappen, bei dem Antonelli eine gelbe Flagge nicht ausreichend beachtete. Telemetriedaten zeigten, dass Antonelli zwar leicht vom Gas ging, die Geschwindigkeitsreduktion jedoch gering war und er beim Passieren der Unfallstelle sogar schneller war als in seiner vorherigen Runde.

Die Rennkommissare stellten fest, dass Antonelli in dem entsprechenden Minisektor nur 0,03 Sekunden hinter seiner Bestzeit lag. Er war eingangs der Gelbzone 14 km/h langsamer als zuvor, aber beim Passieren der Unfallstelle dank geringerer Bremskraft wieder 3 km/h schneller. Die Geschwindigkeitsreduktion betrug weniger als ein Prozent. Zusätzlich zur Startplatzstrafe von drei Positionen erhielt Antonelli einen Strafpunkt, womit er nun bei vier Strafpunkten auf seiner Formel-1-Lizenz steht.
Die Stewards verglichen den Vorfall mit einem ähnlichen Ereignis in Spielberg, bei dem George Russell straffrei blieb. Im Fall Antonelli wurde anders geurteilt, da er kein signifikantes Geschwindigkeitsdelta im Vergleich zu seiner vorherigen schnellsten Zeit im Minisektor aufwies. Es gab zudem eine Verwarnung für Antonelli, weil er auf einer Inlap die maximal erlaubte Zeit zwischen Safety-Car-Linie 2 und SC-Linie 1 überschritten hatte, was jedoch keine Behinderung anderer Fahrzeuge zur Folge hatte.
Weitere Ergebnisse und Erwartungen für das Rennen
Für Nico Hülkenberg war es ein gutes Zeitfahren, da er im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Gabriel Bortoleto den finalen Quali-Abschnitt erreichte. Es wird erwartet, dass Hülkenberg, der für das Werksteam von Audi fährt, seine ersten Punkte einfahren könnte, da sein Chassis als gut bewertet wird.
Das Red-Bull-B-Team zeigte sich stark im Mittelfeld, wobei Rookie Arvid Lindblad als Neunter „Best of the Rest“ wurde. Sein Teamkollege Liam Lawson verpasste den Einzug in Q2 knapp, äußerte sich aber optimistisch bezüglich der Longruns für das Rennen. Bei Haas war Ocon mit dem Auto zufrieden, während Bearman Schwierigkeiten hatte und bereits in Q1 ausschied. Auch die Williams-Piloten Carlos Sainz und Alexander Albon schieden in Q1 aus, wobei sie von einem schwierigen Wochenende sprachen.
Mercedes erwartet ein herausforderndes Rennen, da Überholen auf der Strecke in Budapest schwierig ist und die Startplätze sechs und sieben nicht ideal sind. Trotzdem hofft das Team, die starke Rennpace vom Freitag nutzen zu können. Aston Martin zeigte sich mit einem Upgrade verbessert, und Fernando Alonso schaffte es wieder in Q2, was als Schritt in die richtige Richtung bewertet wurde. Das Rennen beginnt am Sonntag um 15:00 Uhr.
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Source: bild.de