Tour de France: Schlussetappe der Tour de France wird wegen Waldbränden verkürzt
Anpassung der letzten Etappe
Die letzte Etappe der Tour de France wird aufgrund von Waldbränden in der Nähe von Bordeaux verkürzt und findet vollständig in Paris statt. Diese Entscheidung wurde von der Tourorganisation und der Polizeipräfektur bekannt gegeben. Das Innenministerium hat einen Teil der für die letzte Etappe vorgesehenen Sicherheitskräfte abgezogen, um die Einsatzkräfte in den Brandgebieten zu unterstützen. Infolgedessen wird die Schlussetappe von 133 auf 89 Kilometer reduziert.
Nach der Teampräsentation im ursprünglichen Startort Thoiry werden die Fahrer mit Bussen nach Paris gebracht. Der Startschuss für die Etappe fällt um 17:50 Uhr an der Ziellinie in Paris. Anschließend werden die Fahrer zwei zusätzliche Runden auf den Champs-Élysées absolvieren, bevor sie wie geplant den Montmartre-Kurs befahren.
Hintergrund der Entscheidung
Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs haben eine der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte des Landes ausgelöst. Laut dem französischen Innenminister Laurent Nuñez wurden im Département Gironde etwa 167.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Präfektur Gironde berichtete, dass der seit Mittwoch wütende Großbrand mehr als 19.000 Hektar Fläche erfasst und etwa 100 Gebäude zerstört hat. Die Notwendigkeit, Sicherheitskräfte für die Brandbekämpfung freizustellen, führte zur Anpassung der letzten Etappe der Tour de France.
Diese Maßnahme unterstreicht die ernste Lage in der Region und die Priorität, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Entscheidung, die Etappe zu verkürzen und zu verlegen, ermöglicht es den Behörden, ihre Ressourcen auf die Bekämpfung der Brände zu konzentrieren und gleichzeitig das sportliche Ereignis unter angepassten Bedingungen stattfinden zu lassen.
Sportliche Entwicklungen vor der Schlussetappe
Vor der letzten Etappe steht der slowenische Radsportstar Tadej Pogačar kurz vor seinem fünften Gesamtsieg bei der Tour de France. Der Titelverteidiger zeigte auf der 170,9 km langen vorletzten Etappe erneut eine starke Leistung und wird am Sonntag im Gelben Trikot in Paris erwartet. Pogačar erreichte das Ziel der vorletzten Etappe als Vierter und führt im Gesamtklassement mit einem Vorsprung von rund sechseinhalb Minuten.
Die vorletzte Etappe gewann der Ecuadorianer Richard Carapaz als Ausreißer und feierte seinen zweiten Tagessieg. Carapaz triumphierte im Bergtrikot und krönte damit eine starke Tour in Alpe d’Huez. Im Zielsprint der 20. Etappe sicherte sich Evenepoel den zweiten Platz, während Pogačar und Del Toro mit einem Rückstand von 1:05 Minuten gemeinsam auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel kamen.
In der Gesamtwertung gab es auf den ersten acht Positionen keine Veränderungen. Pogačar führt mit 6:26 Minuten vor Evenepoel. Del Toro liegt 9:42 Minuten zurück, während Seixas und Martinez Abstände von 11:56 bzw. 13:02 Minuten aufweisen. Die 20. Etappe, auch als Königsetappe bekannt, umfasste die Bewältigung von rund 5500 Höhenmetern auf dem Weg nach Alpe d’Huez, einschließlich des Col de Sarenne, des Col de la Croix de Fer sowie der Kombination aus Col du Télégraphe und Col du Galibier.
Der Col de Sarenne, der auf der 18. Etappe der Tour de France 2013 zum ersten und bisher einzigen Mal befahren wurde, wurde in diesem Jahr erneut in die Strecke integriert. Die Veranstalter hatten im Vorfeld neuen Asphalt auftragen lassen, um die Bedingungen auf diesem Abschnitt zu verbessern, der in der Vergangenheit wegen seines schlechten Straßenbelags kritisiert wurde. Trotz der Streckenänderungen bleibt die Spannung für die abschließende Etappe in Paris bestehen.
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Source: zeit.de