Die unglaubliche Rekord-Show von Luke Littler
Littlers Dominanz im World Matchplay
Luke Littler hat beim World Matchplay in Blackpool eine herausragende Leistung gezeigt und das Turnier zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Im Finale besiegte der 19-jährige Engländer Gerwyn Price aus Wales mit 18:9 Legs. Littler zeigte dabei eine beeindruckende Form, die er selbst als die „beste Version von mir“ bezeichnete.
Im Endspiel erreichte Littler einen Average von 111,53, was einen neuen Rekord für ein Finale eines Major-Turniers darstellt. Zudem warf er zwölf 180er und erzielte sechs High Finishes mit über 100 Punkten Rest. Diese Statistiken unterstreichen seine dominante Vorstellung im wichtigsten Turnier der PDC neben der Weltmeisterschaft.
Bereits im Halbfinale hatte Littler den Niederländer Dirk van Duijvenbode mit 17:5 Legs besiegt. Van Duijvenbode hatte zuvor ein starkes Turnier gespielt und Weltklassespieler wie Chris Dobey, Michael van Gerwen und Gary Anderson eliminiert, bevor er auf den überragenden Littler traf.
Historische Rekorde und Meilensteine
Littler stellte im Verlauf des Turniers mehrere historische Rekorde auf. Sein Turnierdurchschnitt von 111,04 Punkten pulverisierte die bisherige Bestmarke von Phil Taylor aus dem Jahr 2010, die bei 106,31 lag. Taylor war ein 16-maliger Matchplay-Champion.
Der Engländer brach auch seinen eigenen Turnierrekord für 180er-Aufnahmen, indem er diese Marke auf 66 erhöhte. Sein vorheriger Rekord lag bei 64 Maximum-Aufnahmen. Littler zeigte in allen fünf seiner Matches einen Average von über 109 Punkten, wobei er gegen Nathan Aspinall sogar 113,68 Zähler im Schnitt erreichte. Nur Taylor war im Jahr 2010 in einem Match mit 114,99 Punkten einmal besser.
Mit dem Finaleinzug wurde Littler der erste Spieler in der Geschichte des Dartsports, der in der PDC Order of Merit die Marke von drei Millionen Pfund an Preisgeld überschritt. Der Weltranglistenzweite Luke Humphries hat nun über zwei Millionen Pfund Rückstand auf Littler in dieser Rangliste.
Der Sieg beim World Matchplay war Littlers achter Major-Sieg in Folge. Seine Titelsammlung umfasst bereits die Weltmeisterschaft, das World Masters, die UK Open, die Premier League und den World Cup im Team mit Luke Humphries in Frankfurt.
Weitere Ereignisse und Ausblick
Im Winter Gardens von Blackpool waren auch zwei deutsche Darts-Profis am Start: Martin Schindler und Niko Springer. Springer unterlag Littler mit 6:10, während Schindler gegen Price mit 9:11 ausschied.
Bei den Frauen triumphierte die Britin Beau Greaves, die im Finale ihre Landsfrau Fallon Sherrock mit 6:5 besiegte. Für Greaves war dies der dritte Erfolg beim World Matchplay nach Siegen in den Jahren 2023 und 2024. Sherrock hingegen erlitt ihre dritte Finalniederlage in Folge, nachdem sie 2024 ebenfalls gegen Greaves und 2025 gegen Lisa Ashton verloren hatte.
Littler setzt seinen Weg fort, als erster Spieler überhaupt alle großen Titel in einem Kalenderjahr zu gewinnen. Ihm fehlen noch der World Grand Prix, die Europameisterschaft in Dortmund, der Grand Slam of Darts und die Players Championship Finals. Sein Sieg gegen Price war der 29. Sieg in Folge in Matches auf lange Distanz, in denen mindestens 20 Legs gespielt wurden.
Die letzte Niederlage in einem solchen langen Spiel kassierte Littler im WM-Finale 2024 gegen Luke Humphries. Littler startete furios in das Finale gegen Price und führte schnell mit 6:1. Der Weltranglistenerste zog unaufhaltsam davon und sicherte sich die Phil-Taylor-Trophy sowie ein Preisgeld von 225.000 Pfund.

Littler hatte bereits die letzten neun Duelle mit dem PDC-Weltmeister von 2021 gewonnen. Er freute sich auf das Duell mit Price und erwartete, dass Price versuchen würde, ihn in einen Kampf der Emotionen und Gesten hineinzuziehen.

Das Finale des World Matchplay, das seit 1994 ausgetragen wird, begann gegen 21:00 Uhr deutscher Zeit.
Read Also
Source: bild.de