Italien weigert sich, die Behandlungskosten für drei italienische Opfer eines Brandes in der Schweiz zu übernehmen. Die Kosten belaufen sich auf 100.000 Franken.
Die Schweiz fordert von Italien die Übernahme dieser Kosten, während Italien auf fehlende Gegenseitigkeit hinweist. Gian Lorenzo Cornado, der italienische Botschafter in der Schweiz, erklärte: „Italien wird die Behandlungskosten für die Verletzten von Crans-Montana nicht übernehmen.“
Die Brandkatastrophe ereignete sich in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana an Neujahr. Dabei starben 41 Menschen. Italien hatte zuvor bereits die Behandlung von zwei Schweizer Bürgern im Krankenhaus Niguarda in Mailand übernommen.
Giorgia Meloni, die italienische Ministerpräsidentin, kündigte an, dass Italien eine formelle Rechnung zurückschicken werde, sollte sie gestellt werden. Sie sagte: „Sollte diese schändliche Forderung formell gestellt werden, kündige ich bereits jetzt an, dass Italien sie an den Absender zurückschicken und ihr keinerlei Folge leisten wird.“
Die Rechnung für die Behandlungskosten wurde normalerweise an eine gemeinsame Agentur der Krankenkassen weitergeleitet. Die Schweiz sieht ihr Vorgehen als rechtlich korrekt an.
Dieser politische Streit zwischen den beiden Ländern könnte Auswirkungen auf zukünftige Vereinbarungen zur Gesundheitsversorgung haben. Beobachter erwarten, dass weitere Gespräche notwendig sein werden, um eine Lösung zu finden.