Guter Erinnerungen: Deutscher K.o.-Gegner steht endlich fest
DFB-Team trifft auf Paraguay
Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft auf Paraguay. Dies wurde nach der 0:1-Niederlage Uruguays gegen Spanien bekannt. Das Spiel findet am kommenden Montag um 22:30 Uhr statt.
Die Begegnung ist Teil der Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat damit früher als erwartet Klarheit über den nächsten Gegner.
Ursprünglich hätte die Entscheidung über den ersten Gegner in der K.o.-Phase erst rund 40 Stunden vor dem Spiel fallen können. Nagelsmann hatte zuvor angekündigt, dass das Trainerteam sich aufgeteilt habe, um die verschiedenen möglichen Gegner zu analysieren und eine Nachtschicht einzulegen.
Er kritisierte den Turniermodus und merkte an, dass man unter großen Zeitdruck gerate und bestraft werde, wenn man Gruppenerster geworden sei. Lange Zeit waren auch Schottland und Schweden als mögliche Gegner im Gespräch.
Diskussionen um Kimmich und Schiedsrichteransetzung
Im Vorfeld des Spiels gegen Paraguay gibt es weiterhin Diskussionen um die Position von Joshua Kimmich. Nach Lothar Matthäus sprach sich auch Philipp Lahm für eine Rückversetzung Kimmichs ins Mittelfeld aus.
Lahm schrieb in seiner Kolumne, dass Aleksandar Pavlovic in diesem Turnier noch nicht überzeugt habe und viele leichte Ballverluste zu verzeichnen seien. Er sieht Kimmich im Mittelfeld, da dieser dort etwa zehn Jahre auf hohem Niveau gespielt habe und der Mannschaft Stabilität verleihen würde.
Kimmich, der unter Bundestrainer Julian Nagelsmann Kapitän und derzeit Rechtsverteidiger ist, könne der Defensive und Offensive mit seinen tiefen Pässen helfen. Lahm schlug vor, Felix Nmecha an Kimmichs Seite zu stellen und Waldemar Anton als Rechtsverteidiger aufzubieten.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich ausweichend zu der Frage, ob Kimmich im Mittelfeld besser aufgehoben wäre. Nagelsmann hatte einen erneuten Positionswechsel bisher abgelehnt, betonte jedoch nach der Niederlage gegen Ecuador, dass man im Fußball nichts ausschließen sollte.
Der Schiedsrichter für die Partie zwischen der DFB-Elf und Paraguay im Boston Stadium in Foxborough wird Jalal Jayed aus Marokko sein. Dies teilte der Weltverband FIFA mit. Jayed hatte bereits das deutsche Auftaktspiel am 14. Juni geleitet, bei dem die deutsche Mannschaft einen 7:1-Sieg gegen WM-Neuling Curaçao in Houston erzielte.

Jayed wird an den Seitenlinien erneut von seinen Landsleuten Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad unterstützt. Der vierte Offizielle ist Ma Ning aus China. Für Jayed ist es bereits das dritte Spiel bei dieser Weltmeisterschaft.
Historische Begegnungen und weitere Turnierentwicklungen
Die Bilanz des DFB-Teams gegen Paraguay ist positiv. Zuletzt trafen die beiden Mannschaften in einem Freundschaftsspiel im Jahr 2013 aufeinander, das mit einem 3:3 endete. Die einzige vorherige Begegnung bei einer Weltmeisterschaft fand 2002 im Achtelfinale statt, als Deutschland durch ein Tor von Oliver Neuville gewann.
Die aktuelle Weltmeisterschaft ist die erste mit 48 teilnehmenden Mannschaften. Dadurch erreichten auch die acht besten der insgesamt zwölf Gruppendritten die K.o.-Phase. Die FIFA hat einen Schlüssel entwickelt, um die Mannschaften im Turnierbaum zu platzieren, was zu 495 möglichen Szenarien führte.

Unterdessen hat der schottische Nationaltrainer Steve Clarke sein Amt nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft in der Gruppenphase niedergelegt. Schottland belegte in der Gruppe C mit drei Punkten den dritten Platz hinter Brasilien und Marokko.
Clarke dankte seinen Spielern in einem offenen Brief und betonte die gesammelten Erinnerungen seit 2019. Der Verbandschef Ian Maxwell hob die unbestreitbaren Fortschritte unter Clarke in den vergangenen sieben Jahren hervor.
Bei Europameister Spanien gibt es Sorgen im Sturm. Yéremy Pino könnte die Endrunde nach einer Verletzung vorzeitig beendet haben. Zudem droht der Ausfall von Nico Williams, der im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay gefoult wurde und humpelte.
Williams äußerte sich in den sozialen Medien über seine Verletzung und bezeichnete den Tag als einen der schlimmsten seines Lebens. Er betonte jedoch, dass seine Geschichte noch nicht zu Ende sei und er so bald wie möglich zur Weltmeisterschaft zurückkehren wolle. Eine offizielle Mitteilung des spanischen Nationalteams zu seinem Status steht noch aus.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte am Rande der Weltmeisterschaft die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs. Er sprach sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus aus und hob hervor, dass der DFB für Vielfalt und gegen jede Form der Ausgrenzung stehe. Neuendorf sprach auf Einladung der Vereinten Nationen, des World Jewish Congress und der NGO „what matters“ in New York City.
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Source: t-online.de