An richtig guten Tagen: Völler überzeugt - Können "gegen jede Mannschaft gewinnen"
Vorbereitung auf das K.o.-Spiel
Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich auf das Sechzehntelfinale gegen Paraguay vor, das am Montag in Foxborough bei Boston stattfindet. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seit Samstagnacht Gewissheit über den Gegner, nachdem Spanien Uruguay mit 1:0 besiegte. Sollte das DFB-Team diese Runde überstehen, könnte im Achtelfinale ein Duell mit Frankreich bevorstehen.
Die intensive Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale begann am Samstag in Winston-Salem. Nach dem Abschlusstraining am Sonntagvormittag fliegt die Mannschaft mit einem FIFA-Charterflieger nach Boston, um sich auf die entscheidende Partie einzustellen.
Herausforderung Körperlichkeit
Eine zentrale Frage, die im Vorfeld des Spiels diskutiert wird, ist die körperliche Robustheit des DFB-Teams. Nagelsmann hat bereits festgestellt, dass es seiner Mannschaft an körperlicher Stärke mangelt, was auch gegen den Sechsten der Südamerika-Qualifikation von Bedeutung sein wird. Nach dem Spiel gegen Ecuador (1:2) äußerte der Trainer, dass körperliche Attribute schwer zu trainieren seien und bis Montag im Oberkörperbereich keine signifikanten Verbesserungen erzielt werden könnten.
Auch die Positionierung von Joshua Kimmich vom FC Bayern wurde hinterfragt, da er in den Spielen gegen die Elfenbeinküste und Ecuador Probleme mit schnellen Außenspielern hatte. DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich ebenfalls zur körperlichen Verfassung der Mannschaft. Er betonte, dass die Grundvoraussetzungen in den vorherigen Spielen anders gewesen seien und die Mannschaft am Montag alles geben werde.

Eine FIFA-Statistik zu defensiven Störaktionen bei der WM zeigt, dass Paraguay mit 206 Aktionen das Ranking anführt, gefolgt von Ecuador mit 168. Dies unterstreicht die physische Stärke des kommenden Gegners, die eine Schwäche des DFB-Teams darstellt, die auch intern thematisiert wurde. Die DFB-Stars waren in den Spielen gegen die Elfenbeinküste und Ecuador körperlich unterlegen und konnten in den Zweikämpfen nicht ausreichend dagegenhalten.
Taktische Anpassungen und Völlers Zuversicht
Nagelsmann und sein Trainerteam suchen nach taktischen Lösungen, um der körperlichen Dominanz des Gegners zu begegnen. Eine Forderung des Trainers ist, den Ball früher zu spielen, um Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen. Eine weitere Option sei, im Kollektiv mehr Überzahlsituationen zu schaffen. Diese Ansätze zeigten sich gegen die Elfenbeinküste (2:1) nur ansatzweise und gegen Ecuador kaum.
Paraguay gilt als kompakte Einheit, robust im Zweikampf und defensiv stark. Obwohl das erste WM-Spiel gegen die USA mit 1:4 verloren ging, blieb der Tabellendritte der Gruppe D gegen die Türkei (1:0) und Australien (0:0) ohne Gegentor. Mats Hummels warnte bei MagentaTV, dass Paraguay eine ähnliche Herangehensweise wie Ecuador wählen werde.

Rudi Völler zeigte sich jedoch zuversichtlich für das K.o.-Spiel. Er betonte, dass die Spieler wissen, dass es um alles geht, um eine Runde weiterzukommen oder nach Hause zu fahren. Völler ist überzeugt, dass die Mannschaft, die Spieler im Kader hat, die solche Situationen aus der Champions League kennen, gut dagegenhalten werden. Er sagte: „Die Mannschaft wird alles reinhauen.“
Das DFB-Team hat gute Erinnerungen an WM-Begegnungen mit Paraguay. Bei der Endrunde 2002 gab es unter Teamchef Rudi Völler einen 1:0-Erfolg im Achtelfinale durch einen späten Treffer von Oliver Neuville in der 88. Minute. Deutschland unterlag damals erst im Finale Brasilien mit 0:2. Im zweiten Aufeinandertreffen trennten sich beide Teams 2013 bei einem Länderspiel in Kaiserslautern mit 3:3.
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Source: br.de