Fußball-WM 2026: Deutschland gegen Schottland, Paraguay oder Schweden - FAZ
Deutschland bereitet sich auf K.o.-Runde vor
Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Fußball-WM auf Paraguay. Diese Entscheidung fiel nach dem 1:0-Sieg von Spanien gegen Uruguay. Das entscheidende K.-o.-Spiel ist für Montagabend um 22.30 Uhr MESZ in Foxborough bei Boston, USA, angesetzt.
Die Vorbereitung auf dieses Spiel gestaltet sich für das Team um Bundestrainer Julian Nagelsmann als besonders intensiv. Die Gegner für die Gruppenphase, Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador, waren bereits seit dem 5. Dezember bekannt, was eine detaillierte Vorbereitung ermöglichte. Der Modus des auf 48 Mannschaften erweiterten Turniers, der auch acht der zwölf Gruppendritten das Weiterkommen erlaubt, führte jedoch dazu, dass der nächste Gegner erst sehr kurzfristig feststand.
Nagelsmann äußerte sich kritisch über die späte Bekanntgabe des Gegners. Er betonte, dass es nicht optimal sei, als Gruppensieger erst so spät zu erfahren, auf wen man trifft. Dies führte zu einer langen und arbeitsreichen Nacht für das Trainer- und Analystenteam im Quartier in Winston-Salem, um den Gegner zu analysieren und den Matchplan vorzubereiten. Das Abschlusstraining am Vormittag soll dann genutzt werden, um die Spieler auf den feststehenden Gegner einzustellen.
Herausforderungen durch den Turnier-Modus
Der hochkomplexe Modus des Turniers, der durch die Aufstockung der Teilnehmerzahl von 32 auf 48 Mannschaften notwendig wurde, hat die Planung für alle Teams erschwert. Nicht nur die Gruppensieger und -zweiten, sondern auch die besten Gruppendritten qualifizieren sich für die nächste Runde. Die endgültige Liste der qualifizierten Gruppendritten stand erst am Sonntag gegen 6.00 Uhr MESZ fest.
Für die deutsche Mannschaft bedeutet dies, dass sie nur etwa 40 Stunden Zeit hatte, sich auf Paraguay vorzubereiten. Zuvor analysierten Nagelsmann und sein Team potenzielle Gegner wie Schottland und Schweden, obwohl sie wussten, dass ein Großteil dieser Arbeit möglicherweise umsonst sein würde. Der Vorteil für die Deutschen ist, dass sie seit dem vergangenen Samstag wissen, dass sie am Montagnachmittag Ortszeit in Boston spielen werden. Der Gegner hingegen erfährt dies erst kurzfristig und muss neben der sportlichen Einstellung auch logistische Fragen klären, was auch für die Fans eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Andere Sechzehntelfinalspiele, die bereits feststehen, sind Südafrika gegen Kanada, beides Gruppenzweite, sowie Brasilien, als Gruppenerster, gegen Japan, einen Gruppenzweiten. Die deutsche Mannschaft hatte zwar den Vorteil, auf einen vermeintlich leichteren Gegner aus der Gruppe der Dritten zu treffen, musste aber die Ungewissheit bis zur letzten Minute in Kauf nehmen.
Fokus auf Konzentration und Druckbewältigung
Bundestrainer Nagelsmann betonte vor der Partie die Notwendigkeit von Geduld und Konzentration. Er verwies auf die Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen Ecuador im dritten Gruppenspiel, bei der die Mannschaft nach einer Führung die Kontrolle verloren hatte. Nagelsmann forderte, dass das Team ruhiger bleiben müsse.
Sollte sich Deutschland gegen Paraguay durchsetzen, könnte im weiteren Verlauf des Turniers ein Aufeinandertreffen mit Frankreich drohen, das als Topfavorit gilt. Die Franzosen müssen jedoch zunächst ihr Sechzehntelfinale gegen Schweden gewinnen. Frankreich hatte die Gruppenphase mit einem 4:1-Sieg gegen eine norwegische B-Elf abgeschlossen, wobei Weltfußballer Ousmane Dembélé einen Hattrick erzielte.

DFB-Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig sprach über den großen Druck, der vor dem anstehenden K.-o.-Spiel lastet. Er verglich die Situation mit einem früheren Spiel gegen die Slowakei in der WM-Qualifikation, als ebenfalls ein hoher Druck bestand. Damals bewältigte die Mannschaft von Nagelsmann den Druck und gewann deutlich mit 6:0, wodurch sie das WM-Ticket löste. Rettig äußerte die Erwartung, dass das Team am Montag das „Slowakei-Gesicht“ und nicht das „Ecuador-Gesicht“ zeigen werde, um erfolgreich zu sein. Das Spiel wird am Montag um 22.30 Uhr MESZ angepfiffen.
Read Also
Source: faz.net