WM 2026: Darum durfte Haaland nicht gegen Frankreich ran – „No-Brainer“
Im letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft gegen Frankreich (1:4) sorgte die Aufstellung der norwegischen Nationalmannschaft für Überraschung. Trainer Ståle Solbakken verzichtete auf die beiden Schlüsselspieler Erling Haaland und Kapitän Martin Ödegaard. Diese Entscheidung wurde getroffen, obwohl es in der Partie um den Gruppensieg ging, der einen vermeintlich einfacheren Gegner im Sechzehntelfinale hätte bedeuten können.
Die Rotation umfasste nicht nur die beiden Superstars; Solbakken wechselte im Vergleich zum vorherigen Gruppenspiel gegen Senegal auf zehn Positionen. Diese umfassende Änderung führte bereits vor dem Anpfiff zu Reaktionen in der norwegischen Presse. Eine Zeitung schrieb, Solbakken habe mit der Aufstellung „schockiert“, während eine andere titelte, Norwegen werde „im Ausland verspottet“.
Solbakkens Begründung für die Rotation
Nach der 1:4-Niederlage gegen Frankreich erklärte Ståle Solbakken seine Entscheidung als „No-Brainer“. Er betonte, dass das Team nicht nur zum Spaß am Turnier teilnehme, sondern so lange wie möglich dabei bleiben wolle. Tests nach dem Spiel gegen Senegal hätten Ermüdungserscheinungen bei den Spielern gezeigt, was die Schonung der Stammkräfte notwendig machte.
Solbakken war sich bewusst, dass die Fans Haaland und Ödegaard gerne auf dem Platz gesehen hätten. Er erklärte jedoch, dass er an seiner Startelf nichts geändert hätte, da die Maßnahme alternativlos gewesen sei. Das Einsetzen der Top-Stars hätte die Teilnahme an der Weltmeisterschaft nach seiner Ansicht nicht verlängert.
Spielverlauf und Dembélés Leistung
Die Partie begann mit einem offensivfreudigen Frankreich. Bereits nach 20 Sekunden traf Kylian Mbappé die Latte des norwegischen Tores. Kurz darauf musste Norwegens Torhüter Egil Selvik einen Schuss von Manu Koné parieren. In der siebten Minute erzielte Ousmane Dembélé das erste Tor für Frankreich, nachdem Mbappé ihm den Ball zugespielt hatte.
Obwohl Norwegen mit einer B-Elf antrat, zeigte das Team von Ståle Solbakken offensive Ansätze. Joergen Strand Larsen vergab eine große Chance zum Ausgleich. Wenig später traf Thelo Aasgard in der 20. Minute zum zwischenzeitlichen 1:2, nachdem Dembélé kurz zuvor bereits sein zweites Tor erzielt hatte. Dembélé komplettierte seinen Dreierpack in der 32. Minute, als er erneut nach dem gleichen Muster traf.

In der ersten Halbzeit dominierte Dembélé das Spiel. Weitere Chancen für Frankreich durch Désiré Doué und Jules Koundé wurden von Selvik vereitelt. Nach der Pause hatte Norwegen die Möglichkeit, das Spiel wieder spannend zu machen, als Oscar Bobb einen Elfmeter herausholte. Strand Larsen trat an, doch sein Schuss war zu harmlos und wurde von Mike Maignan pariert.
Auch eine weitere Chance für Bobb in der 72. Minute konnte Maignan abwehren. Frankreich sicherte sich den Sieg mit einem weiteren Tor von Doué in der Nachspielzeit und beendete die Gruppenphase mit einer makellosen Bilanz von neun Punkten und 10:2 Toren.
Ausblick auf die K.o.-Phase
Durch den zweiten Platz in der Gruppe trifft Norwegen im Sechzehntelfinale am Dienstag auf die Elfenbeinküste. Sollten die Skandinavier diese Hürde nehmen, könnte im Achtelfinale Brasilien warten. Frankreich hingegen trifft im Sechzehntelfinale auf Schweden, und im Achtelfinale könnte Deutschland der Gegner sein.
Frankreichs Co-Trainer Guy Stéphan vertrat in diesem Spiel den Cheftrainer Didier Deschamps, der aufgrund eines Trauerfalls in seiner Familie abwesend war. Deschamps wird voraussichtlich am Samstag zum Team zurückkehren.
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Source: sportbild.bild.de