WM 2026: Deutschland trifft (fast sicher) auf Paraguay
Deutschland im Sechzehntelfinale
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich als Sieger der Gruppe E für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Nach den bisherigen Ergebnissen der WM-Gruppenphase trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann am 29. Juni in Foxborough bei Boston auf einen Gruppendritten. Die genaue Zuordnung hängt davon ab, welche Drittplatzierten aus den zwölf Gruppen die nächste Runde erreichen.
Basierend auf aktuellen Simulationen, wie denen der New York Times, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Paraguay der Gegner sein wird, bei 99 Prozent. Deutschland kann laut Reglement nur auf die Gruppendritten der Gruppen A, B, C, D und F treffen. Die Konstellationen für die Gruppen A und B sind bereits ausgeschlossen, und für F (Schweden) und C (Schottland) ist ein Aufeinandertreffen unwahrscheinlich. Damit bleibt der Dritte der Gruppe D, Paraguay, als wahrscheinlichster Gegner.
Das abschließende Gruppenspiel verlor Deutschland gegen Ecuador mit 1:2. Ecuador zog als Gruppendritter ebenfalls ins Sechzehntelfinale ein. Julian Nagelsmann räumte ein, dass die Gruppenkonstellation einen Einfluss auf die Wechselstrategie hatte, betonte jedoch, dass seine Spieler vollen Einsatz gezeigt hätten.
Reaktionen und weitere Qualifikationen
Die Spieler Deniz Undav und Joshua Kimmich äußerten sich nach der Niederlage gegen Ecuador kritisch. Undav bemerkte, dass Ecuador „griffiger, ekliger und den Sieg mehr wollte“ und das deutsche Team nicht so zielstrebig gewesen sei wie in den ersten beiden Spielen. Kimmich ärgerte sich darüber, dass der Gegner den Sieg mehr gewollt zu haben schien.
Die Elfenbeinküste hat ebenfalls Geschichte geschrieben, indem sie erstmals bei einer Fußball-WM die K.o.-Runde erreichte. Der Afrikameister von 2024 gewann sein letztes Vorrundenspiel gegen Curaçao mit 2:0 und folgt Deutschland als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Nicolas Pépé erzielte dabei einen Doppelpack in der 7. und 64. Minute. Im Sechzehntelfinale könnten die „Elefanten“ auf Norwegen oder Frankreich treffen.
Einige Sechzehntelfinals stehen bereits fest:
- Südafrika gegen Kanada am 28. Juni um 21 Uhr MEZ in Los Angeles
- Brasilien gegen Japan am 29. Juni um 19 Uhr in Houston
- Niederlande gegen Marokko am 30. Juni um 3 Uhr in Guadalupe
- USA gegen Bosnien-Herzegowina am 2. Juli um 2 Uhr in San Francisco
Mögliche Gegner und Turnierbaum
Nach den ersten Entscheidungen in der WM-Gruppenphase muss sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf acht mögliche Gegner im Sechzehntelfinale einstellen. Am Mittwoch landeten Südkorea (Gruppe A), Bosnien und Herzegowina (Gruppe B) sowie Schottland (Gruppe C) auf dem dritten Platz in ihren Gruppen. In Gruppe D kommen nur noch Australien und Paraguay für den dritten Tabellenplatz infrage, während in Gruppe F noch drei Teams (Niederlande, Japan, Schweden) um diesen Platz kämpfen.
Die acht besten Gruppendritten ziehen in die K.o.-Phase ein. Bei der Verteilung gibt es insgesamt 495 verschiedene Szenarien. Ein Duell mit dem Gruppendritten der Staffel D ist derzeit am wahrscheinlichsten. Australien und Paraguay treffen in der Nacht zu Freitag aufeinander. Bei einem Remis würden höchstwahrscheinlich beide Teams ins Sechzehntelfinale einziehen, wobei Paraguay in diesem Fall Dritter wäre.
Die Schotten aus Gruppe C sind ebenfalls ein potenzieller Gegner der DFB-Elf, werden die K.o.-Phase jedoch angesichts von drei Punkten und einem Torverhältnis von minus 3 sehr wahrscheinlich verpassen. Sicher ist bereits, welchen Teams die DFB-Auswahl auf dem Weg zu einem möglichen Finale aus dem Weg gehen würde: Durch die Ergebnisse am Mittwoch rutschten unter anderem Rekordweltmeister Brasilien und die Schweiz, die beide Gruppensieger wurden, in die andere Turnierhälfte. Auch auf Titelverteidiger Argentinien oder Mexiko könnte Nagelsmanns Team erst im Finale treffen. Marokko hingegen könnte ein möglicher Viertelfinalgegner sein.

Das deutsche Team spielte gegen Ecuador mit folgender Aufstellung: Neuer – Kimmich, Rüdiger, Tah, Raum – Pavlovic, Nmecha – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. Trainer war Nagelsmann.
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Source: sueddeutsche.de