"Mehr möglich": Lothar Matthäus kritisiert drei DFB-Stars | WM 2026
Kritik an Sanés WM-Auftritten
Lothar Matthäus, der deutsche Rekordnationalspieler, hat sich kritisch zu den Leistungen von Leroy Sané bei der aktuellen Weltmeisterschaft geäußert. Er stellte fest, dass von Sané „einfach zu wenig gekommen“ sei und die Kritik an ihm „teilweise zu Recht“ bestehe. Diese Einschätzung gab Matthäus in einem Interview mit RTL/n-tv ab. Er betonte, dass man von Sané Dribblings, Abschlüsse und Tore erwarte, die er in dieser Form bei der WM bisher nicht gezeigt habe.
Matthäus verwies dabei auf frühere Auftritte von Sané, wie beispielsweise das 6:0 gegen die Slowakei im WM-Qualifikations-„Finale“, wo Sané eine Form gezeigt habe, die man bei der aktuellen WM vermisse. Ein solches Spiel bräuchte Sané, um die von außen kommende Kritik verstummen zu lassen, was ihm bisher nicht gelungen sei.
Trotz der Kritik nahm Matthäus den Profi von Galatasaray, dem türkischen Rekordmeister, auch in Schutz. Er hob hervor, dass Sané Ansätze gezeigt habe und fleißig sei, was man anerkennen müsse. Zudem sei er nach vorne mutig, treffe aber häufig die falschen Entscheidungen. Positiv erwähnte Matthäus auch Sanés Mithilfe nach hinten im Spiel gegen die Elfenbeinküste.
Weitere DFB-Spieler in der Pflicht
Lothar Matthäus machte deutlich, dass Leroy Sané mit seinen bisherigen Leistungen nicht allein dasteht. Er nannte weitere Spieler, die seiner Meinung nach ihr volles Potenzial bei der WM noch nicht abgerufen haben. Dazu gehören Jamal Musiala und Florian Wirtz. Matthäus betonte, dass bei diesen drei Spielern „einfach mehr möglich“ sei und dieses „Mehr“ notwendig sei, um im Turnier weit zu kommen.
Die unerschütterliche Vorliebe von Bundestrainer Julian Nagelsmann für den Flügelstürmer Sané liegt laut einem Bericht daran, dass er in ihm neuerdings einen halben Abwehrspieler sieht. Ein Grund dafür sei Joshua Kimmich. Nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste äußerte sich Nagelsmann zu Sané und sagte, es sei ihm lieber, wenn Sané gemeinsam mit allen juble und nicht „irgendwo cool rumläuft“.
Die Diskussionen um Sanés Leistungen führten vielerorts zu der Erwartung, dass Julian Nagelsmann im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador rotieren und Sané aus der Startformation nehmen könnte. Dies wurde auch damit begründet, dass Deutschland bereits als Gruppensieger feststeht und Spieler wie Deniz Undav auf einen Einsatz drängen.

Nagelsmanns Pläne und Schlotterbecks Ausfall
Trotz der Spekulationen um eine Rotation plant Bundestrainer Julian Nagelsmann, seine bisherige Stammelf im Rhythmus zu halten. Dies deutet darauf hin, dass Leroy Sané eine weitere Bewährungschance erhalten könnte. Nagelsmann möchte die Partie nutzen, um die eingespielte Mannschaft weiterhin zusammen spielen zu lassen.
Ein weiterer Punkt, den Lothar Matthäus ansprach, war der verletzungsbedingte Ausfall von Nico Schlotterbeck. Matthäus ist der Meinung, dass dieser Ausfall kompensierbar ist. Er äußerte sich auch zu Antonio Rüdiger, der Schlotterbeck ersetzen könnte. Matthäus stellte fest, dass Rüdiger ruhiger geworden sei, auch in seinen Interviews.
Deshalb sollte man Rüdiger nicht nur die Chance geben, sondern auch Vertrauen in ihn haben, so Matthäus. Er betonte, dass Rüdiger in der Nationalmannschaft stets gute Leistungen gezeigt habe. Die Diskussionen um die Form einzelner Spieler und die Aufstellungsfragen bleiben somit ein zentrales Thema im Vorfeld des nächsten Spiels gegen Ecuador.
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Source: t-online.de