Der älteste Paternoster der Welt wurde im Flüggerhaus in Hamburg abgebaut. Dies geschah anscheinend ohne Genehmigung. Der Vorfall führte zu einem rechtlichen Streit und einem Baustopp.
Der Paternoster wurde 1908 errichtet und gilt als ältester erhaltener Paternoster weltweit. Bis vor Kurzem befand er sich im Flüggerhaus am Rödingsmarkt. Teile des Paternosters wurden in Containern vor dem Gebäude gefunden.
Der Eigentümer, Harm Müller-Spreer, erklärte, dass der Paternoster nicht funktionsfähig war. Er betonte, dass er mit dem Abbau nichts zu tun gehabt habe. Die Denkmalschutzbehörde hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn eingeleitet.
Die Kulturbehörde verhängte einen Baustopp nach dem ungenehmigten Ausbau des Paternosters. Der Paternoster wurde 1979 stillgelegt und danach vergessen. Erst 2018 wurde er durch Recherchen eines Kunsthistorikers wiederentdeckt.
Nach einer aufwendigen Restaurierung erhielt der Paternoster die Anerkennung als herausragendes technisches Denkmal. Patric Wagner von der Kulturbehörde bezeichnete den Paternoster als ein Kulturdenkmal seinesgleichen.
Der neue Eigentümer plant, das Flüggerhaus mit Büros, Einzelhandel und Mietwohnungen zu entwickeln. Insgesamt sind 19 Mietwohnungen vorgesehen. Doch ob die gefundenen Teile tatsächlich Bestandteile des Paternosters sind, ist noch unklar.
Die Denkmalschutzbehörde bestätigte, dass es keinen Antrag auf Ausbau gegeben habe. Dieser Vorfall wirft Fragen über den Umgang mit historischen Gebäuden auf und zeigt die Herausforderungen bei der Restaurierung von Kulturdenkmälern.