Bombenentschärfung in Dresden erfolgreich abgeschlossen
„Der Zünder sei grundsätzlich das Gefährlichste an einer Bombe, da sich darin Initialsprengstoff befindet, der die Detonation auslöst“, erklärte Thomas Zowalla, der für die Entschärfung verantwortlich war. Am 11. März 2026 wurde eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg an der Carolabrücke in Dresden erfolgreich entschärft.
Die Entschärfung erforderte die Evakuierung von rund 18.000 Menschen aus einem Radius von 1.000 Metern. Die Polizei begann am Morgen mit den Evakuierungsmaßnahmen, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.
Ein Wasserstrahlschneidgerät wurde eingesetzt, um den beschädigten Zünder zu entfernen. Der gesamte Einsatz dauerte etwa zwei Stunden und erforderte ein Team von insgesamt zwölf Personen. Nach der erfolgreichen Entschärfung wurde der Zünder sofort durch Sprengen vernichtet.
„Der Zünder hatte im Prinzip ausgelöst, er hätte eigentlich funktionieren müssen. Warum das nicht so war, wissen wir nicht genau“, fügte Zowalla hinzu. Dies verdeutlicht die potenzielle Gefahr, die von solchen Bomben ausgeht.
Die Bombe war britischer Bauart und wurde während der Abrissarbeiten an der Carolabrücke entdeckt. Im vergangenen Jahr gab es bereits vier Bombenfunde in diesem Bereich, was die Dringlichkeit der Kampfmittelsondierung unterstreicht, die seit Oktober läuft.
In der Notunterkunft an der Messe Dresden wurden zeitweise mehr als 300 Menschen betreut. Um die Evakuierten zu unterstützen, richteten die Dresdner Verkehrsbetriebe zusätzliche Shuttle-Linien zur Notunterkunft ein.
Im August 2025 waren bereits 17.000 Menschen von einer ähnlichen Entschärfung betroffen, was die wiederkehrende Problematik von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg in der Region verdeutlicht.
„Wenn so eine Bombe in ein Eigenheim einschlägt, dann ist es weg samt Keller“, warnte Zowalla und betonte die Wichtigkeit solcher Einsätze für die öffentliche Sicherheit.
Für Zowalla war es die 30. oder 31. Entschärfung, genau wisse er es nicht. Dennoch bleibt die Herausforderung, mit den Überresten des Krieges umzugehen, eine ständige Aufgabe für die Stadt Dresden.
Details remain unconfirmed.