Drei Passagiere, darunter ein Deutscher, starben nach einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff, das in Kap Verde nicht anlegen darf. Ein Passagier wurde positiv auf Hantavirus getestet und befindet sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation in Johannesburg.
Zusätzlich sind zwei niederländische Passagiere unter den Toten. Zwei Crewmitglieder sind ebenfalls erkrankt, jedoch ist das Hantavirus bei ihnen noch nicht bestätigt. Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius darf derzeit nicht in den Hafen von Kap Verde einlaufen.
Wichtige Fakten:
- Drei Menschen starben nach einer Hantavirus-Erkrankung auf dem Kreuzfahrtschiff.
- Die WHO erklärte, dass die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung niedrig bleibt.
- In Deutschland erkranken jährlich wenige Hundert Menschen an Hantavirus.
Die medizinische Situation auf dem Expeditionsschiff ist ernst, so Oceanwide Expeditions. Hantaviren werden üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. In den letzten 25 Jahren gab es in Deutschland nur einen Todesfall durch Hantavirus.
Noch ist unklar, ob das Hantavirus die Todesursache bei den verstorbenen Passagieren war. Die Infektionsursache bei den Crewmitgliedern ist ebenfalls unbestätigt.
Die WHO und das Robert Koch-Institut beobachten die Situation genau. Sie empfehlen Vorsichtsmaßnahmen für Reisende in betroffenen Gebieten.