„Router gelten als besonders kritische Infrastruktur, da sie ein Einfallstor für Cyberangriffe sein können.“ Diese Aussage verdeutlicht die Bedenken der US-Regierung, die ein Importverbot für Internetrouter verhängt hat. Ab sofort dürfen nur noch Router in den USA zugelassen werden, die vollständig im Inland hergestellt wurden.
Die Regelung betrifft ausschließlich neue Modelle, während bestehende Geräte mit Einschränkungen weiterhin erlaubt sind. Allerdings sind Software- und Firmware-Updates für diese Geräte künftig grundsätzlich untersagt. Die US-Regierung begründet diesen Schritt mit der nationalen Sicherheit.
Schätzungen zufolge halten chinesische Hersteller rund 60 Prozent des US-Marktes. Dies führt zu der Frage, wie sich die neuen Vorschriften auf die Verfügbarkeit von Routern auswirken werden. „Die Anforderungen dafür sind außergewöhnlich hoch: vollständige Offenlegung der Lieferkette, detaillierte Angaben zu Eigentümern und Management“, so ein Insider.
Die Regelung könnte auch europäische Hersteller und deutsche Marken hart treffen. Branchenberichten zufolge existiert derzeit kein Router, der vollständig in den USA produziert wird. „Die neue Vorschrift bringt praktische Probleme mit sich“, heißt es weiter.
Politisch erhält die Entscheidung Rückendeckung aus Washington. Hersteller können um eine Ausnahmegenehmigung ansuchen, jedoch sind die Hürden dafür hoch. Details bleiben unbestätigt, insbesondere welche spezifischen Geräte unter das Verbot fallen werden.
Der Schritt erinnert an ein ähnliches Vorgehen bei Drohnen, bei dem ebenfalls Importbeschränkungen aus Sicherheitsgründen eingeführt wurden. Die FCC prüft derzeit, ob Router bestimmter Hersteller ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellen könnten.
Die Frist für sicherheitsrelevante Updates bestehender Geräte endet am 1. März 2027. Die Auswirkungen dieser Regelung auf den Markt und die Verbraucher werden in den kommenden Monaten weiter beobachtet.