Shelly Kittleson, eine erfahrene Nahost-Reporterin, wurde am Dienstag vor ihrem Hotel in Bagdad entführt. Die Entführung wurde von vier Männern durchgeführt, die sie in eine silberne Limousine zerrten. Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus Krisengebieten der Region und hat in der Vergangenheit für internationale Medien wie die BBC und Politico gearbeitet.
Das irakische Innenministerium bestätigte die Entführung und leitete eine Fahndung ein. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, jedoch nicht Kittleson. Die Fahndung konzentriert sich auf den Osten Bagdads, wo die Sicherheitslage angespannt ist.
Das US-Außenministerium hat ebenfalls bestätigt, dass eine US-Journalistin im Irak entführt wurde. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte: „Für die Trump-Regierung hat nichts höhere Priorität als die Sicherheit der Amerikaner.“ Zudem wurde betont, dass das Außenministerium seiner Pflicht nachgekommen sei, diese Person vor den gegen sie gerichteten Drohungen zu warnen.
Die Hisbollah-Brigaden, die von den USA als Terrororganisation eingestuft werden, könnten in die Entführung verwickelt sein. Es ist jedoch unklar, ob die Entführung tatsächlich von dieser Gruppe oder einer anderen Organisation durchgeführt wurde. Details bleiben unbestätigt.
Die Entführung könnte mit regionalen Spannungen und dem Iran in Verbindung stehen. Das irakische Innenministerium hat Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände der Entführung aufzuklären. Kittleson erhielt 2017 den italienischen Preis ‚Premio Caravella‘ für ihre Arbeit, was ihre Bedeutung als Journalistin unterstreicht.
Die Situation bleibt angespannt, und Beobachter sind besorgt über die Sicherheit von Kittleson. Die nächsten Schritte der Behörden werden entscheidend sein, um die Journalistin zu finden und ihre Sicherheit zu gewährleisten.