Julian Nagelsmann, der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, steht nach seinen jüngsten Kommentaren zu Stürmer Deniz Undav unter erheblichem Druck. In einem Testspiel gewann Deutschland mit 2:1 gegen Ghana, wobei Undav das entscheidende Tor erzielte.
Nagelsmann bezeichnete Undav als „großen Joker“, äußerte jedoch Zweifel an dessen Fähigkeit, von Beginn an zu spielen. Diese Aussagen führten zu einer Welle der Kritik aus den Medien und von ehemaligen Spielern.
Dietmar Hamann, ein ehemaliger Nationalspieler, kritisierte Nagelsmanns Umgang mit Undav und stellte fest: „Jetzt ist es so, dass er ihm unterstellt, dass er diese 70 Minuten vorher nicht spielen kann.“ Auch Stefan Effenberg äußerte sich skeptisch und fragte: „Was denkt er sich dabei?“
In der Bundesliga hat Undav in dieser Saison bereits 18 Tore erzielt und ist damit der zweitbeste Torschütze. Seine Leistung gegen Ghana hat die Diskussion um seine Rolle im Team weiter angeheizt.
Die DFB-Auswahl bereitet sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vor. Deutschland wird am 14. Juni gegen Curaçao antreten, gefolgt von einem wichtigen Spiel gegen Ecuador am 25. Juni.
Hamann warnte zudem vor den extremen Bedingungen, die bei der WM herrschen könnten, und sagte: „Wenn wir bei der WM bei 40 Grad spielen – und du erarbeitest dir in den ersten Minuten so wie gestern drei, vier Chancen, und du machst sie nicht rein – dann ist der ganze Aufwand umsonst.“
Nagelsmann selbst bleibt gelassen und erklärte: „Er setzt sich mit seinen Aussagen ja selber unter Druck, von daher ist es okay für mich.“
Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um zu sehen, wie Nagelsmann und sein Team auf die Kritik reagieren. Details bleiben unbestätigt, wie sich die Aufstellung gegen Curaçao und Ecuador gestalten wird.