Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl transportiert, steht im Mittelpunkt eines Konflikts zwischen der Ukraine, der EU und Ungarn. Wolodymyr Selenskyj hat den Druck der EU kritisiert, die Pipeline auf Wunsch Ungarns und der Slowakei schnell wieder in Betrieb zu nehmen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Ungarn ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro blockiert, bis die Pipeline wieder funktioniert.
Die Pipeline wurde Ende Januar 2026 beschädigt, was die Öllieferungen unterbrach. Selenskyj bezeichnete den Druck zur Reparatur der Pipeline als Erpressung und erklärte: „Ich bin gezwungen, Druschba wieder in Betrieb zu nehmen.“ Die EU hat einer externen Inspektion der beschädigten Stelle zugestimmt, doch die Reparatur könnte bis zu zwei Monate dauern.
Die Spannungen zwischen Ungarn und der Ukraine haben sich seit der Beschädigung der Pipeline verschärft. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat Selenskyj als Lügner bezeichnet, was die diplomatischen Beziehungen weiter belastet. Selenskyj äußerte: „Das ist eine konsequente Politik der heutigen Führung in Ungarn, die ständig nach Gründen sucht, etwas zu blockieren und Russland ein wenig zu unterstützen.“
Die Druschba-Pipeline wurde seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mehr als 20 Mal getroffen, was die Abhängigkeit der Ukraine von russischer Energie verdeutlicht. Selenskyj erklärte, dass die Ukraine möglicherweise die Wiederaufnahme der Lieferungen als Gegenleistung für ein Darlehen akzeptieren müsse. Dies wirft Fragen über die künftige Energiepolitik der Ukraine auf.
Die EU plant, bis 2028 alle Importe russischer Energie zu beenden, was die Druschba-Pipeline in eine kritische Lage bringt. Details bleiben unbestätigt, und die Situation könnte sich weiter entwickeln, während die Ukraine versucht, ihre Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig den Druck von Ungarn und der EU zu bewältigen.