In Salzgitter, Niedersachsen, stehen eine 62-jährige Frau, ihre 28-jährige Tochter und der 49-jährige Ehemann der Mutter im Verdacht, eine 32-jährige Reinigungskraft gefoltert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Wochenende Haftbefehle gegen die drei Personen erlassen.
Die Taten sollen sich im Zeitraum von Ende 2025 bis Mitte März 2026 ereignet haben. Die Reinigungskraft lebte vorübergehend bei der Familie und übernahm aus Dankbarkeit Reinigungsarbeiten im Haushalt.
Berichten zufolge wurden die Übergriffe äußerst brutal durchgeführt. Die Beschuldigten sollen die Reinigungskraft mit einer Rohrzange gezwungen haben, sich Zähne zu ziehen. Zudem soll ihre Zunge auf ein Brett genagelt worden sein und sie wurde mit einem Bunsenbrenner am Bauch verbrannt.
Zusätzlich wurde das Opfer mit einem Baseballschläger geschlagen. Der Ehemann der Mutter soll die Taten sogar gefilmt haben. Die Reinigungskraft hat schwerwiegende Verletzungen erlitten und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Vorwürfe richten sich gegen die beschuldigten Familienmitglieder, die bereits in der Vergangenheit straffällig geworden sind. Der Ehemann der Mutter ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Vergewaltigung mit gefährlicher Körperverletzung.
Die Taten fanden im häuslichen Bereich statt, während das Opfer bei den beschuldigten Frauen lebte. Details bleiben unbestätigt, insbesondere wie lange die Reinigungskraft bereits bei der Familie wohnte, bevor die Übergriffe begannen.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat dem NDR Niedersachsen bestätigt, dass die Ermittlungen aufgrund der Schwere der Vorwürfe intensiv vorangetrieben werden. Die Taten sollen furchtbar gewesen sein – Schläge mit einem Baseballschläger sind noch verhältnismäßig harmlos im Vergleich zu dem Grauen, dem die Frau ausgesetzt war.
Der Fall wirft ernsthafte Fragen zur Sicherheit von Personen auf, die in fremden Haushalten leben und auf die Unterstützung ihrer Gastgeber angewiesen sind. Die Öffentlichkeit ist schockiert über die Brutalität der Vorwürfe und verfolgt die Entwicklungen aufmerksam.