The wider picture
Die Rettung eines Buckelwals in Niendorf an der Ostsee wirft die zentrale Frage auf: Wie realistisch sind die Chancen auf eine erfolgreiche Rettung des Tieres? Robert Marc Lehmann, ein erfahrener Tierexperte, schätzt diese Chancen auf lediglich 0,1 Prozent. Der Wal liegt seit mehreren Tagen am Strand und hat sich in Leinen eines Stellnetzes verheddert.
Die Situation ist angespannt. Der Buckelwal zeigt Anzeichen von Angst und Unsicherheit, was die Rettungsbemühungen zusätzlich erschwert. Ein Seil hängt aus seinem Maul, und die Helfer haben bereits versucht, den Wal mit Baggern zu unterstützen. Lehmann berichtete, dass der Wal während der Untersuchung reagiert und vokalisiert hat, was auf eine gewisse Vitalität hinweist.
Die Rettungsaktion wurde am Donnerstagabend unterbrochen und soll am Freitag fortgesetzt werden. Ein schwimmender Schaufelbagger hat eine Rinne gegraben, die 50 Meter lang, 6 Meter breit und 1,20 Meter tief ist. Diese Rinne soll dem Wal helfen, zurück ins offene Wasser zu gelangen. „Der Wal hat von Anfang an einen guten Eindruck gemacht“, erklärte Lehmann, der jedoch auch betonte, dass es wichtig sei, die Erwartungen zu managen.
Die Bootskoordination spielt eine entscheidende Rolle, um den Wal zu begleiten und ein weiteres Stranden zu verhindern. Die Helfer sind sich bewusst, dass Wale, wie jedes andere Wildtier, sich zum Sterben zurückziehen können. „Kann sein. Wale ziehen sich, wie jedes andere Wildtier, zum Sterben irgendwann zurück“, so Lehmann.
Seit Anfang März wurde der Buckelwal immer wieder in der Lübecker Bucht gesehen, was auf eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung hinweisen könnte. Details zur genauen Ursache für das Verhalten des Wals bleiben unbestätigt. Die Möglichkeiten zur Rettung des Wals sind ebenfalls nicht vollständig bestätigt, was die Situation weiter kompliziert.
Die Helfer haben bereits einige Fortschritte erzielt, da der Wal sich während der Rettungsversuche einige Meter bewegt hat. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Bemühungen ausreichen werden, um das Tier zu retten. Die nächsten Schritte sind entscheidend, und die Situation bleibt angespannt.
Die Rettungsaktion wird von dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) unterstützt, das sich auf den Schutz und die Rettung von Wildtieren spezialisiert hat. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen und Experten ist von großer Bedeutung, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.