„Reisen nur im äußersten Notfall“, so lautet die eindringliche Warnung des serbischen Außenministeriums, das am 6. März 2026 eine offizielle Reisewarnung für Kroatien herausgegeben hat. Diese Warnung wurde im neuen Ampelsystem auf die Warnstufe „Orange“ gesetzt, was die zweithöchste Warnstufe darstellt.
Die serbischen Behörden raten ihren Bürgern, von Reisen nach Kroatien abzusehen, sofern kein „zwingender Anlass“ besteht. Diese Entscheidung basiert auf „zunehmend häufigen Zwischenfällen, Spannungen sowie ungünstigen Sicherheitsbedingungen“ in Kroatien, die in den letzten Wochen beobachtet wurden.
Besonders betont wird, dass Serben große Menschenmengen und Orte mit „Provokationspotenzial“ meiden sollten. Dies geschieht im Kontext der aktuellen politischen Spannungen in der Region, die durch die Kriegsgewalt im Nahen Osten verstärkt werden.
Das kroatische Außenministerium wies die Vorwürfe als „unbegründet“ zurück und stellte fest, dass Kroatien laut Eurostat-Daten regelmäßig als einer der sichersten Staaten Europas gilt. Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu den Bedenken, die Serbien geäußert hat.
Die Reisewarnung betrifft jedoch nicht deutsche und österreichische Urlauber, die Kroatien weiterhin als sicheres Reiseziel betrachten. Diese Differenzierung zeigt, dass die Wahrnehmung der Sicherheitslage in Kroatien je nach Herkunftsland unterschiedlich sein kann.
Die serbische Regierung hat in ihrer Mitteilung auch darauf hingewiesen, dass „aufgrund der neuesten Entwicklungen in der Republik Kroatien“ eine erhöhte Vorsicht geboten ist. Man sollte prinzipiell „bei der Kommunikation Vorsicht walten lassen und auf persönliche Sicherheit und Eigentum achten“.
Details bleiben unbestätigt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Kroatien weiter entwickeln wird. Die Reisewarnung könnte je nach weiteren Entwicklungen angepasst werden.