Katherina Reiche kündigte an, dass Deutschland bis 2030 bis zu zwölf Gigawatt zusätzliche Windkraftkapazitäten ausbauen wird. Die installierte Gesamtleistung der Windkraft in Deutschland betrug Ende 2025 rund 68 Gigawatt, während das Erneuerbare-Energien-Gesetz für 2026 eine installierte Leistung von 84 Gigawatt vorsieht.
Reiche erklärte: „Wir stehen klar zu den Ausbauzielen und geben insbesondere der Windenergie an Land bis 2030 einen zusätzlichen Boost von bis zu zwölf Gigawatt.“ Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen, die installierte Leistung bis 2030 auf 115 Gigawatt zu steigern.
Carsten Schneider, ein weiterer Politiker, bestätigte die Aussagen von Reiche und betonte die Notwendigkeit eines schnelleren Ausbaus der Windenergie. Er wies darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft unter Druck steht und eine Rückkehr zu Atomkraft nicht gewünscht ist: „Wollen wir zurück zu Atom? Das wollen wir nicht.“
Die Windkraftbranche hat jedoch gewarnt, dass die Ausbauziele für Windenergie an Land bis 2030 möglicherweise verfehlt werden könnten. Reiche stellte auch das EU-Ziel in Frage, bis 2050 klimaneutral zu werden, und sagte: „Es müsse akzeptiert werden, dass bis 2050 möglicherweise noch eine Lücke von etwa fünf oder zehn Prozent bleiben könne.“
Zusätzlich warnte Reiche vor möglichen Treibstoffknappheiten im Fall eines längeren Krieges im Iran. Diese geopolitischen Unsicherheiten könnten die Energiewende und die Erreichung der Klimaziele erheblich beeinflussen.
Die hohen Energiekosten haben bereits zu einem Verlust von 40 Milliarden Euro geführt, und die Verbraucherpreise könnten in diesem Jahr um 0.8 Prozent steigen, bei einem hohen Ölpreis sogar um 1.0 Prozent im kommenden Jahr. Diese Entwicklungen könnten die Pläne zur Energiewende weiter belasten.
Details bleiben unbestätigt.