Linn Kazmaier: Die jüngste Medaillengewinnerin der deutschen Paralympics-Geschichte
Linn Kazmaier, geboren 2006 in Nürtingen, hat sich als herausragende Athletin im Behindertensport etabliert. Mit einer eingeschränkten Sehkraft von nur vier Prozent hat sie bei den Winter-Paralympics 2022 in Peking eine bemerkenswerte Leistung gezeigt und wurde mit 15 Jahren die jüngste deutsche Medaillengewinnerin in der Geschichte der Paralympics.
Bei diesen Spielen gewann Kazmaier insgesamt fünf Medaillen, darunter eine Goldmedaille im 10 Kilometer Langlauf. Diese Erfolge haben nicht nur ihre Karriere geprägt, sondern auch das Bewusstsein für den Behindertensport in Deutschland erhöht. Ihr Begleitläufer Florian Baumann spielt eine entscheidende Rolle in ihrem Training und Wettkampf, um ihre Ziele zu erreichen.
Für die kommenden Paralympics 2026, die zwischen dem 6. und 15. März in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden, hat Kazmaier bereits klare Ziele formuliert. Sie strebt an, unter die Top fünf zu kommen, was für sie eine große Herausforderung darstellt. „Unter die Top fünf zu kommen, ist mein Ziel“, äußerte sie sich optimistisch.
Kazmaier hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht und den Gesamtweltcup im Skilanglauf gewonnen. Ihre Erfolge sind nicht nur auf ihre sportlichen Fähigkeiten zurückzuführen, sondern auch auf ihre Entschlossenheit. „Ich war kurz davor aufzugeben, bin dann aber ins Ziel gelaufen“, reflektierte sie über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen, die sie überwinden musste.
Die Paralympics 2026 werden eine bedeutende Veranstaltung mit insgesamt 79 Wettbewerben und 40 deutschen Athleten, die um Medaillen kämpfen. Kazmaier wird in den Disziplinen Skilanglauf und Biathlon antreten und hat sich intensiv auf diese Spiele vorbereitet, während sie gleichzeitig ihre Abiturprüfungen plant, die nach den Paralympics stattfinden.
Zusätzlich zu ihrem sportlichen Engagement hat Kazmaier auch eine kreative Seite; sie spielt Gitarre und singt. Diese Hobbys bieten ihr eine willkommene Abwechslung vom intensiven Training und dem Wettkampfdruck.
Der Verlust ihres Vaters Ende November 2024 an Krebs hat Kazmaier tief getroffen, doch sie bleibt entschlossen, ihre sportlichen Ziele zu verfolgen. „Es hat sich in den vier Jahren viel getan“, sagte sie und blickt optimistisch in die Zukunft. Details bleiben unbestätigt, aber ihre Entschlossenheit und ihr Talent machen sie zu einer Athletin, die man im Auge behalten sollte.