Die Komsomolez, ein gesunkenes Atom-U-Boot, gibt weiterhin alarmierende Mengen radioaktiver Substanzen an das Meerwasser ab. Nach aktuellen Messungen wurde die höchste kombinierte Radioaktivität von Plutonium-239 und Plutonium-240 mit 54.500 Milli-Becquerel pro Kubikmeter festgestellt.
Das U-Boot sank nach einem Brand im Heckraum am 7. April 1989 und liegt seitdem in 1700 Metern Tiefe nördlich der Küste Norwegens. Trotz der extremen Bedingungen scheint die Abdichtung des Torpedoraums noch intakt zu sein, was die Freisetzung von radioaktivem Material in die Umgebung beeinflussen könnte.
Die Konzentrationen von radioaktivem Cäsium und Strontium in der Nähe des U-Bootes sind rund 400.000- und 800.000-fach höher als die typischen Werte für die Norwegische See. Diese alarmierenden Zahlen werfen Fragen zur Sicherheit und den langfristigen Auswirkungen auf die Meeresumwelt auf.
„Wir haben keine Hinweise auf Plutonium aus den Atomsprengköpfen in der Umgebung des beschädigten vorderen U-Boot-Teils gefunden“, berichten Gwynn und sein Team. Dennoch bleibt die Situation kritisch, da der Atomreaktor des U-Boots weiterhin radioaktive Substanzen freisetzt.
„Unsere Studie zeigt damit, dass der Atomreaktor der ‚Komsomolez‘ noch immer radioaktive Substanzen freisetzt“, fügt das Team hinzu. Diese Freisetzungen könnten bereits seit 30 Jahren andauern und auch in Zukunft weitergehen.
Die Komsomolez war ein Prototyp einer neuen U-Boot-Klasse und das einzige Boot dieser Klasse. Ihre Lage und die damit verbundenen Risiken bieten Wissenschaftlern eine einmalige Gelegenheit, die Gefahren und Konsequenzen von gesunkenen oder versenkten Atomreaktoren besser zu verstehen.
Details bleiben unbestätigt, jedoch sind die bisherigen Erkenntnisse ausreichend, um die Aufmerksamkeit auf die potenziellen Gefahren zu lenken, die von der Komsomolez ausgehen. Die Überwachung der radioaktiven Kontamination in der Region wird weiterhin von großer Bedeutung sein.